So heiße ich. Ich bin Diplom-Informatiker und lebe in Wolfenbüttel.
Es sind die Kleinigkeiten, die mich keine Abkehr von der Apple-Plattform finden lassen. Seit Februar 2005 arbeite ich mehr oder minder ausschließlich auf Systemen aus Cupertino. Und ich kann mich noch lebhaft an die spöttischen Kommentare erinnern, als ich mir meinen ersten Mac, ein PowerBook G4, kaufte. Das war kurz vor dem Beginn meines Informatikstudiums. Der Grund war simpel: ich wollte mich nicht mehr mit den Unzulänglichkeiten von Windows rumschlagen, sondern einfach ein zuverlässiges System haben. Erfahrungsberichte im Netz bestätigten mich in meinem Vorhaben, einen Mac zu kaufen.
Jetzt, fast sieben Jahre (die Zeit vergeht …) später, verwende ich nach wie vor einen Mac. Auf das PowerBook, dem ich nach ca. einem Jahr ein 23”-Display von Apple spendierte, folgte eine Kombination aus einem 24”-iMac und einem MacBook. Diese Geräte verkaufte ich dann nahezu zeitgleich, um sie durch einen 27”-iMac zu ersetzen. Auf dessen Nachfolger schreibe ich nun diese Zeilen.
Aber genug des Vorgeplenkels. Wieso ich rund 1.500 € für mein Arbeitsgerät ausgegeben habe, werde ich immer wieder gefragt. Wo man doch einen halbwegs leistungsstarken PC mit einem 27”-Display mit etwas Glück schon für die Hälfte bekommt.
Zum einen ist da auf jeden Fall die Optik zu nennen. Ich suche mir mittlerweile nahezu alles auch über das Design aus. Gefällt mir die Optik eines Gegenstands nicht, kann es technisch noch so toll sein, es wird nicht gekauft. Das schlichte Design des iMacs und die Tatsache, dass ich nur eine Einheit auf meinem Schreibtisch stehen habe, erfreut mich nahezu jeden Tag. Zwischen den Eingabegeräten und dem Computer liegen keine Kabel, nicht mal einen Adapter muss ich in den Rechner stecken, da beide über das integrierte Bluetooth-Modul des Macs angebunden sind. Die aus einem Aluminium-Stück gefräste Tastatur und das minimalistische Touchpad (ja, Windows-Benutzer kaufen sich Mäuse für ihre Notebooks, Mac-Nutzer kaufen sich Touchpads für ihre Arbeitsplatzrechner) machen auf dem Schreibtisch einen äußerst guten und dezenten Eindruck. Von der Verarbeitung will ich nicht mal reden, auf keiner Tastatur habe ich jemals so flüssig und ermüdungsfrei schreiben können wie auf der meines iMacs. Aber auch die Geräuschentwicklung ist ein wichtiger Faktor. Der iMac operiert sehr nah an der Wahrnehmungsgrenze. Es muss wirklich äußerst still in meiner Wohnung sein, damit ich das Gerät überhaupt höre.
Dieser Trend setzt sich bei der Software fort: irgendwie schafft Apple es, dass ich nicht ungeduldig oder gar wütend werde, wenn das System mich mal eine Weile warten lässt, was natürlich auch auf dem Mac von Zeit zu Zeit mal vorkommt. Passiert mir das unter Windows oder auch Linux, werde ich leicht ungehalten. Die meisten für OS X geschriebenen Anwendungen wirken wie aus einem Guss, als ob sie direkt von Apple kämen. Der Grund ist die strikte Einhaltung der GUI-Guidelines, die Apple herausgibt. Gibt’s auch für Windows, nur scheint sie dort niemand zu lesen. Und durch diese konsistenten Benutzerschnittstellen entsteht extrem wenig „Noise“, alle Anwendungen nerven den Benutzer nur dann, wenn es unabdingbar ist.
Die gesamte Oberfläche des Systems ist minimalistisch und nur von wenigen Farben geprägt. Keine bunten, blinkenden Flächen, die den Benutzer vom eigentlichen Zweck des Computers ablenken: der Erfüllung seiner Arbeit. Keine automatischen Neustarts, die sich nicht unterbinden lassen. Keine sprechenden Virenscanner oder Druckertreiber. Keine Update-Orgien, die sich über zwei oder mehr Neustarts hinziehen. Nahezu problemlose Upgrades von einer Betriebssystemversion auf die nächste.
Eine äußerst konsequente Tastaturbelegung, die sich zwar nicht an die „Standards“ hält, aber so logisch ist, dass man sie sich binnen weniger Tage problemlos einprägen kann. Dazu zählt auch die problemlose Eingabemöglichkeit korrekter Anführungszeichen („ und “ anstelle von ” und “) oder von Auslassungszeichen (…). Oder auch die intelligente Löschfunktion, die beim Markieren eines Einzelworts per Doppelklick das nach dem Löschen überflüssige Leerzeichen entfernt. Die seit Lion vorhandene Autokorrektur mag ich nach wie vor ziemlich gern. Sie macht zwar nicht immer alles richtig, verbessert aber mehr als sie „verschlimmbessert“.
Oder die integrierte Datensicherungsfunktion, Time Machine, deren Einrichtungsprozess mitunter nur einige Sekunden benötigt und danach einfach vom Benutzer vergessen werden kann (natürlich nur, sofern der Backupdatenträger permanent am Computer hängt). Die dazu auch noch die Wiederherstellung von Daten aus dem Backup zum Kinderspiel macht.
Auch erwähnenswert ist das mittlerweile fast perfekt funktionierende iCloud, das unter anderem zentrale Datenbestände auf allen Macs und iOS-Geräten verteilt sowie eine Trackingfunktion zur Verfügung stellt, mit deren Hilfe man gestohlene Geräte unter Umständen wieder finden kann. Oder Photostream, in dem automatisch alle aufgenommenen oder importierten Fotos landen, damit man sie auf allen angemeldeten Geräten immer und überall betrachten kann. Leider unterstützen noch nicht alle meine Anwendungen iCloud, aber zumindest die Apple-eigenen Anwendungen machen das problemlos mit. Die integrierte Festplattenverschlüsselungssoftware FileVault, deren Anwendung mittlerweile ebenfalls super simpel ist, ist ebenfalls erwähnenswert und insbesondere für Benutzer mobiler Macs hochgradig interessant.
Und dann gibt es da noch haufenweise wirklich innovative Tools, die einem die Arbeit deutlich erleichtern und zu denen man ähnlich gut funktionierende Pendants unter anderen Betriebssystemen verzweifelt und häufig auch vergeblich sucht. Exemplarisch seien Anwendungen wie Alfred (ein Anwendungsschnellstarter), Pixelmator (eine äußerst potente Bildbearbeitung, die gerade mal 23,99 € kostet), CloudApp (oder für die Dropbox-Fans GrabBox), TextMate (ein Texteditor für Programmierer), ByWord (ein minimaler Markdowneditor, womit diese Zeilen entstehen), Reeder (ein auf Google Reader optimierter RSS-Reader) und DaisyDisk (ein Programm zur Analyse der Festplattenbelegung) genannt.
Für Webentwickler und Administratoren von Linux- und UNIX-Servern hochgradig interessant ist der UNIX-Unterbau von OS X, der dafür sorgt, dass man eine vollständige Bash jederzeit zur Verfügung hat und alle bekannten UNIX-CLI-Tools verwenden kann, ohne sich mit Bastellösungen wie unter Windows behelfen zu müssen. Im Gegensatz zu Linux ist außerdem die Unterstützung kommerzieller Software gewährleistet, die dafür sorgt, dass es Produkte wie das Microsoft Office oder das Adobe-Produkt-Lineup ebenfalls für die Apple-Plattform verfügbar ist. Man bekommt also das beste aus beiden Welten, gepaart mit dem elegantesten und rauschfreiesten User-Interface, das der Markt derzeit zu bieten hat.
Auch wenn Apple mehr und mehr vom professionellen Markt abzurücken scheint, werde ich der Plattform die Treue halten, bis es nicht mehr anders geht. Jeder Versuch, auf einem PC ein Windows oder Linux so herzurichten, dass es mir ansatzweise einen Workflow, wie ich ihn von OS X gewohnt bin, ist bisher kläglich gescheitert. Es fehlen Tools, das Interface ist inkonsistent und nervt mich mit überflüssigen Meldungen. Komfortable Funktionen wie iCloud, Time Machine, Photostream oder FileVault suche ich vergeblich. Wenn eine ähnliche Funktionalität überhaupt irgendwie herzustellen ist, dann nur mit viel Handarbeit.
Bevor ich die Kiste in die eBucht stelle, versuche ich es erst mal so.
Folgendes habe ich zu veräußern:
Fotos kann ich gern erstellen und hier hochladen, sofern gewünscht.
Ist vielleicht für den einen oder anderen ein tolles Weihnachtsgeschenk, weil alles an Zubehör und ein Haufen Spiele schon dabei ist.
Mit allen Spielen stelle ich mir eine VB von 250 € vor. Am Liebsten wäre mir auch ein Verkauf von allem in einem Paket. Gegenvorschläge werden akzeptiert. Per E-Mail oder Kommentar hier in diesem Beitrag.
Ich habe mich in den letzten Monaten echt zurück gehalten und wollte damit aufhören, über Windows oder Microsoft herzuziehen. Aber heute ist das Fass einfach übergelaufen, ich kann nicht mehr anders.
Vor einigen Tagen habe ich das Notebook meiner Mutter zur Behandlung in meine vier Wände geholt. Symptome: Updateinstallation bei jedem Neustart, die aber unendlich laufen und auch nach mehreren Stunden Wartezeit nicht fertig werden. Einzig und allein ein komplettes Ausschalten des Notebooks half noch. Das Ding kam also in meine Praxis und auf der Liege hat sich dann nach mehreren Operationsversuchen (ein Hotfix von MS, der speziell dieses Problem beheben soll) Microsofts Hilfeseite mit der vielsagenden Aussage dazwischen gedrückt, dass die Installation des SP1 nicht erfolgreich war und man doch bitte... Windows 7 neu installieren möge. Ja, richtig, NEU INSTALLIEREN. So komplett und so. Die Jungs verstehen es echt, einem die Freude an der Computerbenutzung zu vermasseln. Ich habe noch nie, noch nie ein Linux oder Mac OS wegen eines fehlgeschlagenen Updates neu installieren müssen.
Nächste Lachnummer: Vor einigen Tagen erschien das Spiel "Age of Empires Online". Ich habe seinerzeit dessen Vorgänger geliebt und wollte mir nun anschauen, was Microsoft mit dieser Online-Version genau verzapft hat. Gesagt, getan. Download angeworfen, keine 60 MB später war der Grundstein des Spiels auf meiner Festplatte. Super, Client starten und spielen... Jaha, da hab ich die Rechnung aber ohne Microsoft gemacht. Nach dem Start des Starters (welch Wortkombination), bekam ich nur ein mehr oder minder hübsches Fensterchen mit einem Start-Button und... der vielsagenden Aussage, dass das Spiel bereits gestartet wurde. Was macht der erfahrene Windows-BenutzerGeplagte? Richtig, er durchsucht den Task-Manager nach dem Probanden und schiesst ihn ab. Es gab aber keinen Task. Das Spiel war also nicht gestartet. Als zweites versucht man dann ja unter Windows einfach einen Neustart, soll ja auch gelegentlich mal geholfen haben. Fehlanzeige. Nach wie vor kein Erfolg. Erfolg hat man erst, wenn... ja, wenn man den Spiel-Starter ALS ADMINISTRATOR STARTET. Ich dachte, ich les nicht recht. Kann dieses dämliche Programm nicht selbst feststellen, dass es Updates braucht und die Administratorrechte temporär für genau diesen Prozess anfordern? Rein rhetorische Frage, kann es nämlich nicht. Aber glaubt man das? Das Spiel ist niegelnagelneu und nicht in der Lage, die UAC zu triggern? Es stammt immerhin direkt von Microsoft. Ein Armutszeugnis sondergleichen. So was passiert einem wirklich nur im Hause Microsoft.
Ich habe mich ja in den letzten Tagen immer wieder ein wenig über Lion, Apples neuestem Wurf geärgert, aber verglichen mit dem, was ich in der Microsoft-Welt vor die Nase gesetzt bekomme, sind das alles absolute Lapalien und ich erinnere mich wieder daran, wieso ich seit 2005 nichts anderes mehr auf meinen Schreibtisch lasse als Computer aus dem Hause Apple... die kochen zwar auch nur mit Wasser, aber immerhin ist deren Wasser (meistens) sauber.
Für alle, die das gestern nicht mitbekommen haben: Apples iOS-Geräte (iPhone, iPad 3G, also nur die mit Mobilfunk-Chip) sammeln seit iOS 4 (also seit ungefähr 10 Monaten) die Positionsdaten des Geräts. Diese befinden sich in einer leider viel zu leicht zugänglichen Datei und werden bei jedem Backup gesichert. Bekommt man ein neues iPhone und spielt das Backup auf diesem wieder ein, werden die Daten ebenfalls übernommen. Entdeckt haben das zwei Sicherheitsexperten, die früher mal für Apple gearbeitet haben. Mac-Benutzer können sich unter http://petewarden.github.com/iPhoneTracker/ ein kleines Programm herunter laden, das diese Daten visualisiert (was ich selbst ja eigentlich ziemlich cool finde :-D). Voraussetzung dafür ist, dass das Backup nicht verschlüsselt ist.
Wer sein Backup also verschlüsselt, ist auf der sicheren Seite. Die Experten konnten keinerlei Hinweise darauf finden, dass Apple diese Positionsdaten ausgelesen oder verschickt hat. Sie liegen einfach nur auf dem Gerät und auf eurem Computer.
Mittlerweile scheint sich herauskristallisiert zu haben, wofür Apple diese Daten sammelt: iAds. Das mit iOS4 eingeführte Werbenetzwerk von Apple. Wer das Sammeln dieser Daten für die Zukunft verhindern möchte, ruft in seinem iOS-Gerät einfach die Adresse http://oo.apple.com auf. Das ist für jedes iOS-4-Gerät zu wiederholen. Damit hat die Sammelei ein Ende.
Um dem Ganzen ein wenig die Dramatik zu nehmen: die Datei liegt stümperhaft unsicher auf eurem Gerät und der Festplatte eures Computers. Aber niemand, außer euch, hat Zugriff auf diese Datei. Außer, es hat jemand Zugriff auf euer Telefon oder euren Computer. Nur dann können Dritte an diese Daten. Der Datenbestand wurde bisher in keiner Form an Apple oder Dritte verschickt oder für diese geöffnet. Es ist also alles halb so schlimm, als uns die Regenbogenpresse es gerade weis machen möchte. Das Telefon oder Tablet spioniert euch nicht aus und schickt auch keine Bewegungsreports an das CIA.
Die Tatsache, dass Apple diese Daten ohne Einwilligung und Information des Gerätebesitzers einholt, ist eine Frechheit, keine Frage, aber eure Daten sind (bisher) sicher und niemand kann diese einsehen. Trotzdem hat Apple dieses Jahr wohl gute Chancen auf den Big-Brother-Award ;–).
Sofortmaßnahmen: oo.apple.com im Browser eures Geräts aufrufen und das Backup verschlüsseln. Die Verschlüsselung eines Backups könnt ihr direkt in iTunes konfigurieren, indem ihr den entsprechenden Haken bei eurem iOS-Gerät setzt und ein Kennwort vergebt. Damit ist zwar die Datei auf dem Gerät weiterhin unverschlüsselt, aber wenigstens die Kopie auf dem Rechner ist gegen Fremdzugriffe wirkungsvoll geschützt.
Ohne die Timestamps finde ich das eigentlich ziemlich witzig und veröffentliche deswegen auch einen Screenshot mit den Orten, an denen ich mich seit Juni 2010 aufgehalten habe ;–).
Ein wenig Werbung wird schon nicht schaden, denke ich mir mal.
Derzeit gibt es bei testbericht.de ein Gewinnspiel, bei dem man ein komplettes Mobilpaket gewinnen kann. Dieses besteht standardmäßig aus einem iPad 2, einem iPhone 4 und einem MacBook. Wer Apple nicht mag, kann die Einzelkomponenten aber auch austauschen und Geräte anderer Hersteller nehmen. Der Gesamtwert des Pakets beträgt ca. 2.500 EUR.
Wer mich kennt wird wissen, dass ich den Teufel tun werde und irgendeine Komponente durch die eines anderen Herstellers austauschen werde. Ein mal Apple, immer Apple. Ergo wird genau die oben erwähnte Kombination gewählt, sollte ich der Gewinner sein.
Wer auch gewinnen möchte, muss bis zum 25.04.2011 auf seinem Blog/seiner Website einen kleinen Artikel über dieses Gewinnspiel verfasst haben und eine E-Mail an gewinnspiel@testbericht.de geschickt haben. Weitere Infos gibt’s auf der Website unter http://www.testbericht.de/magazin/ipad-2-iphone-4-und-macbook-gewinnspiel-110...>
Ich hoffe, dass dieser Blogbeitrag keinen Flamewar auslöst. Auch TYPO3-Anhänger scheinen ein wenig religiös zu sein, wenn man ihr CMS angreift.
Ein klassischer Angriff soll das aber eigentlich gar nicht werden. Ich muss nur einfach meinem Unmut mal Luft machen über ein CMS, das gerade in der deutschsprachigen Hemisphäre hochgelobt wird. Aber wieso ist das so? Wieso ausgerechnet TYPO3?
Nun, TYPO3 wird nachgesagt, ein System zu sein, das sich einfach für jeden Anwendungsfall einsetzen lässt. Begründet liegt dies in seiner modularen Architektur und in TypoScript, einer Konfigurationssprache für TYPO3. Und da geht meine Kritik eigentlich schon los. Wieso bitte muss ich für die Konfiguration eines CMS eine zusätzliche Sprache erlernen? Wieso wird hier nicht einfach PHP verwendet, in der das CMS auch programmiert wurde/wird?
Nachdem der Schock überwunden ist, die Anwendung solcher Sprachelemente ist in jedem Falle flexibler als irgendwelche grafischen Einstellungsdialoge, kommt auch schon der nächste: Das System ist schnarchlangsam. Das Backend bedient sich, als würde man einen fünf Jahre alten Rechner bedienen. Es ist träge, zäh und hässlich. Gegen die Hässlichkeit scheint mittlerweile was unternommen zu werden, viel geholfen hat es aber noch nicht. Das Frontend ist aufgrund des guten, vorkonfigurierten Cachings hingegen recht zügig unterwegs, zügiger als die meisten anderen CMS, die ich bisher kennen gelernt hab.
In dem langsamen Backend sucht man dann die Option für „Nice URLs”, also schöne URLs, die nicht auf index.php?id=42 enden. Nein, sprechende URLs sind angesagt. Tja, nicht in der Welt von TYPO3. TYPO3 bringt zwar ein System namens Simulate Static Documents mit, man sieht den dadurch generierten URLs blöderweise auf den ersten Blick an, dass das verwendete CMS TYPO3 ist. Sicherheitstechnisch nicht klug und hübsch sind die URLs auch nicht unbedingt, da sie idiotischerweise auf .html enden und davor noch eine Zahl im Namen tragen. Jetzt könnte man denken, dass man das, bspw. über das ach-so-mächtige TypoScript umbiegen kann. Vielleicht geht das auch, aber Google weiß nichts davon. Man benötigt also seine erste Erweiterung. Die Wahl hat der geneigte Webentwickler hier zwischen RealURL und CoolURI. Beide Erweiterungen haben ihre Tücken und Macken. RealURL soll angeblich stabiler und kompatibler sein, mit CoolURI hatte ich persönlich aber weniger Schwierigkeiten. Außerdem hat RealURL in der Voreinstellung wieder ein vollständig überflüssiges .html an die generierten URLs gehängt. Uncool. Nein, überflüssig.
Dann geht das Gemappe los. Dieser Prozess ist noch durchaus im Rahmen. Man lädt sein erstelles Layout in seine TYPO3-Installation und weist den verschiedenen Bereichen (divs) verschiedene Funktionen zu, also bspw. Navigation, Subnavigation, Inhalt, Fußleiste, etc. Gewöhnungsbedürftig, aber eigentlich gar nicht mal so blöd von der Grundidee her.
Prima, denkt man sich, die Anfangsprobleme sind überstanden, jetzt geht der Spaß los. Leider ist dem nicht so. Macht man sich nämlich jetzt auf die Suche nach brauchbaren Erweiterungen, wie man sie für andere beliebte CMS zuhauf findet, wird man leider all zu oft bitter enttäuscht. Eine Art Blog für die Startseite kann man bspw. mit tt_news (andere Erweiterungen für diesen Zweck scheinen auch gar nicht zu existieren, wenn man Google fragt) realisieren. Über den Erweiterungsmanager ist das Ding auch binnen kürzester Zeit installiert. Wenn man Glück hat, läuft dann auch gleich alles. Im Regelfall, CoolURI und RealURL sei Dank aber wird das nix. Um tt_news mit einer dieser Erweiterungen zur Zusammenarbeit zu bewegen, ist häufig Handarbeit gefragt. Und selbst wenn nicht, geht das spätestens dann los, wenn man den Aufbau der URIs verändern möchte. Dafür gibt es keine Hilfsmittel, oder ich hab sie übersehen, man muss alles per TypoScript einstellen. Und scheinbar gibt es keine Lösung, um das Postdatum in die URL zu integrieren, außer, man setzt irgendwelche wilden SQL-Hacks über das TypoScript ab. brrrr Ohne mich.
Möchte man jetzt auch noch so was irres wie automatische Tweets beim Erstellen eines tt_news-Beitrags erreichen, ist es endgültig aus. Es gibt zwar eine Erweiterung dafür, diese scheint aber mit aktuellen TYPO3-Versionen nicht zu wollen. Davon abgesehen, dass die Konfiguration ein Graus ist, funktioniert die Erweiterung einfach nicht. Fehlermeldungen scheint sie aber auch keine ausgeben zu wollen. Der Autor schien leider auch keine wirkliche Lust zu verspüren einem zu sagen, woran es denn liegen könnte und ob man vielleicht bei der Fehlersuche aushelfen könne.
Wenn die automatischen Tweets fehlschlagen, möchte man wenigstens die Inhalte einiger Flickr-Alben in seine Seite integrieren. Möchte… können ist nämlich nicht, da quasi alle Erweiterungen in dieser Richtung entweder Fehlermeldungen werfen (deprecated Funktionen, da auf meiner Maschine PHP 5.3 verwendet wird) oder schlicht und ergreifend nicht funktionieren (kein Output oder gleich Error 500). Aber gut, dann ist das scheinbar auch zu modern…
Zu guter letzt noch das Thema Updates: nicht machen! Also doch, natürlich, Updates sollte man immer einspielen, da diese im Allgemeinen Sicherheitslücken stopfen. Aber wenn man mal eine TYPO3-Website mit einigen Erweiterungen zum Laufen bewegt hat, sollte man tunlichst die Finger davon lassen. Die drei TYPO3-Sites, die ich derzeit betreue und pflege liefen nach einem Update von TYPO3 4.4.4 auf 4.5.0 entweder gar nicht mehr, oder einige Teilfunktionen (Nice URLs zum Beispiel) wollten nicht mehr so recht. Bei einer Installation lief auch der Upgrade-Prozess nicht sauber durch, rund zwei Dutzend Datenbank-Abfragen laufen nicht durch und lassen sich auch nach einem REPAIR auf der Datenbank nicht durchführen. Die Tabellen existieren allesamt schon, aber wieso versucht der Upgrade-Assistent dann, diese zu erstellen und beharrt so sehr darauf?
Einen modernen Web-Cache wie Varnish einsetzen zu wollen hat im TYPO3-Umfeld scheinbar auch wenig Sinn, da die voreingestellten Header-Werte den Einsatz desselbigen vollständig verhindern. Der Cache wird einfach umgangen und eingehende Anfragen landen wieder beim Apache. Begründungen hierfür (Cookie-Einstellungen von TYPO3) findet man zuhauf, trotzdem verstehe ich nicht, wieso die Voreinstellung so aussehen muss, zumal solche Systeme wie Varnish auch bei den TYPO3-Kosmopoliten bekannt sein sollten.
Natürlich, all diese Fehler mögen durch meine unsägliche Inkompetenz hervorgerufen worden sein. Auf manche davon trifft das auch sicherlich zu, immerhin habe ich vorher keine zwei Handbücher über das System gelesen. Aber genau darauf will ich hinaus. TYPO3 mag unheimlich leistungsfähig und flexibel sein. Wenn man das System in jeder Beziehung beherrscht und keine Anwendungsfälle versucht zu realisieren, die ganz klassisch sind. Das System wird dann unfreundlich dem Anwender gegenüber, wenn man Dinge versucht, die im Zeitalter des Social Web eine Selbstverständlichkeit sein sollten. Im Zeitalter von REST-konformen URIs, Twitter, Flickr und Facebook. Eine der genannten TYPO3-Websites wurde durch einen guten Freund massiv angepasst. Ich war über die Flexibilität, die durch TypoScript erreicht wird wirklich überrascht. Als dann aber die ersten Updates des Kerns und der Erweiterungen kamen, gingen die Probleme los. Sicherlich, auch das wiederum mag an den selbstgebauten Lösungen liegen. Aber ich selbst möchte eigentlich keine Websites bauen, die auf einem Fundament stehen, das bei jeder noch so leichten Erschütterung zusammenbricht. Alle weiteren CMS, die ich einsetze sind im Regelfall unempfindlich gegenüber Updates. Tritt doch mal ein Problem auf, lässt sich dieses zumeist mit ein wenig Google-Geschick flott beheben.
Und dies soll der letzte Punkt meiner Predigt sein. Die TYPO3-Community ist entweder ahnungslos oder einfach wenig bis gar nicht hilfsbereit. Stellt man irgendwo Fragen zu Dingen wie der Twitter-Erweiterung oder dem URL-Format von tt_news-Beiträgen erhält man einfach keine Antwort. Die Fragen habe ich an mehreren Stellen gestellt, immer mit dem gleichen Ergebnis. Es kam keine Antwort. Entweder, meine Anwendungsfälle sind so exotisch, dass nur ich darauf komme, oder aber es gibt keine Lösungen für diese Probleme. Was auch immer das Ergebnis sein mag, beides ist unzufriedenstellend.
Wenn ich heutzutage ein Open-Source-CMS einsetze erwarte ich einfach eine funktionierende Community, einen großen Fundus an funktionierenden Erweiterungen und ein modernes User-Interface. Letzteres ist erfahrungsgemäß für den Otto-Normal-Anwender, für den es ja eigentlich gemacht sein soll, auch viel zu komplex. Bei keinem anderen CMS erhalte ich so viele Rückfragen meiner Kunden wie bei TYPO3, weil vieles einfach nicht logisch oder eindeutig genug ist.
TYPO3-Anhänger werden vermutlich mit der Argumentation kommen, dass TYPO3 nun mal kein System für Einsteiger sei. Das ist ja sicherlich auch richtig, aber wieso muss man einige Dinge so unheimlich umständlich machen? Selbst Fortgeschrittene oder Profis mögen Abkürzungen und Arbeitserleichterungen. Und ein Backend, das sich nicht durch Einsteiger bedienen lässt ist quasi nutzlos, da ich mir kaum vorstellen kann, dass in Redaktionen ausschließlich Vollprofis sitzen, die Beiträge verfassen.
Aus meiner Sicht ist TYPO3 das Windows unter den CMS: es wird deswegen so häufig eingesetzt, weil es sich mal im Business-Bereich etabliert hat. Das System ist nicht mehr zeitgemäß, träge, aufgebläht und schwer zu debuggen. Ich bin dolle gespannt auf die Version 5.0, die sich derzeit in der Entwicklung befindet. Genau so gespannt, wie ich auf Windows 8 bin. Es bleibt abzuwarten, ob mit dem nächsten Versionssprung mal wieder ein Innovationsvorsprung aufgebaut werden kann, der den derzeitigen Status beider Systeme in der Geschäftsfeld rechtfertigen kann. Denn besonders in Deutschland scheint man Probleme damit zu haben auf Alternativen zu wechseln, wenn man sich erst mal mit einem System intensiver befasst hat. MODx bspw. soll eine hervorragende Alternative zu TYPO3 sein, hierzulande eingesetzt wird sie aber leider kaum. Entscheider in Betrieben werden häufig einfach TYPO3 fordern, weil sie mal gehört haben, dass es DAS Business-CMS schlechthin ist. Nicht aber, weil sie mit dessen Benutzung unheimlich zufrieden sind oder andere Aspekte des Systems so unheimlich schätzen.
Wer mich kennt weiß, dass ich ein Befürworter von Cloud-Diensten bin. Ich finde die Cloud toll und nutze selbst recht viele dieser Dienste: Google Apps, Flickr, Amazon S3, Tumblr, Posterous, Heroku, MobileMe, Dropbox und so weiter. Und ich fühle mich gut dabei. Gut deswegen, weil ich mir keine Gedanken über Backups machen muss. Gut, weil ich mir sicher sein kann, dass all meine Daten fast immer verfügbar sind, wenn ich sie brauche. Auch in der Cloud wird keine 100%ige Erreichbarkeit erreicht, aber 99,9 % genügen mir auch vollkommen. Rein rechnerisch sind damit 8,76 Stunden pro Jahr erlaubte Ausfallzeit drin. Das ist ok. Selbst-gehostete Dienste stehen eher schlechter denn besser dar.
Viele argumentieren gegen die Cloud mit einem vollständigen Kontrollverlust, der Cloud-Anbieter kann ja theoretisch mit meinen Daten tun und lassen, was er will. Zuletzt geschehen bei Wikileaks. Und das könnte natürlich auch mir passieren. Vielleicht gefällt Posterous ja nicht, was ich hier so von mir gebe. Oder der Staatsanwalt ruft bei Posterous an. Und dann macht einer der Mitarbeiter von Posterous (oder Tumblr, Google, sonstwem) Klick und schaltet meinen Account ab. Aber andererseits, kürzlich gesehen an dem Vorfall mit nerdcore.de, kann das auch außerhalb der Cloud passieren. Den Gedankengang können wir also getrost abhaken. Wenn ich nicht selbst dafür sorge, dass meine Inhalte auf verschiedenen Servern in verschiedenen Ländern abgelegt sind, hab ich wohl nie eine Sicherheit, dass nicht jemand drittes einfach meinen Service abschaltet.
Vor einigen Tagen ist bei Flickr der Supergau passiert. Ein Schweizer Nutzer hat sich bei Flickr beschwert, dass jemand seine Inhalte klauen würde. Ein Mitarbeiter von Flickr hat das Problem beheben wollen, dabei aber versehentlich den Account des Schweizers, Mirco Wilhelm, gelöscht. Kann ja mal vorkommen und kann natürlich auch außerhalb der Cloud passieren. Aber ich würde jetzt einfach davon ausgehen, dass man sich ein Backup schnappt und den Account lückenlos wiederherstellen kann. Scheinbar ist das aber, wenigstens in der Flickr-Cloud, nicht so ohne weiteres möglich. Mittlerweile, rund 24 Stunden später, haben die Techniker bei Flickr wohl den gesamten Account erfolgreich wiederherstellen können. Ohne den Aufschrei, den dieser Vorfall hervorgerufen hat, wäre es aber nicht unbedingt so weit gekommen. Scheinbar hatten die Mitarbeiter bei Flickr wirklich gut zu tun, um diese Wiederherstellung zu erreichen. Ein wenig frech war auch die anfängliche Reaktion von Flickr, dem armen Mann ganze vier Jahre einer Pro-Mitgliedschaft zu schenken. Zur Erinnerung: Flickr Pro kostet schlappe 25 US-$ im Jahr. Ein Gegenwert von nicht mal 100 Dollar ersetzt wohl kaum den Verlust von 3.400 Fotos, die in Mircos Account gespeichert waren.
Auch wenn Flickr letzten Endes erfolgreich den gesamten Account hat wiederherstellen können (und Herrn Wilhelm 25 Jahre Pro-Mitgliedschaft geschenkt hat), sollte man sich vielleicht nicht zu sehr zurücklehnen, nur weil die Daten in der Cloud liegen und diese ja nahezu unzerstörbar ist. Sicherlich, eine Cloud schützt recht effizient vor dem Datenverlust durch Hardwareschäden, nicht aber vor Benutzerfehlern. Auch bei der Verwendung von Cloud-Diensten scheint also eine sinnvolle Backupstrategie unumgänglich zu sein.
Randnotiz: ich bin mit Dropbox mal ein wenig auf die Nase gefallen. Dort abgelegte LaTeX-Quellen wurden vom Service irgendwie zerstört. Die Inhalte entsprachen in keinster Weise denen, die ich ursprünglich abgelegt habe. Das sonst recht effiziente und gut arbeitende Hashing von Dropbox wird hier wohl eine latente Fehlfunktion gehabt haben. Und natürlich hab ich den Dropbox-Ordner aus meinem Time-Machine-Backup ausgeschlossen…
Klingt unmöglich? Ist es aber nicht. In diesem Artikel möchte ich euch einen Weg zeigen, mit dem ihr ein Blog samt eigener Domain und jede Menge E-Mail-Adressen und zugehörigem Speicher bekommt.
Die Services, die ich hier vorstellen möchte, heißen im Einzelnen:
Jeder einzelne dieser Dienste kostet keinen Cent. Nur für eure Domain müsst ihr Geld zahlen. Deswegen, damit der unangenehme Teil erledigt ist, kümmern wir uns darum zuerst.
Eine Domain ohne alles bekommt ihr bspw. bei domainFACTORY. Verschiedene Domainendungen, sog. Top Level Domains, kosten unterschiedlich viel Geld. Bei meiner Kalkulation gehe ich von einer .de-Domain aus, die laut Preisliste 0,55 € monatlich kostet. Der Betrag ist im Voraus zu entrichten und beläuft sich somit auf 6,60 € pro Jahr. Mit der Domain selbst könnt ihr natürlich erst mal nicht so immens viel anstellen. Aber trotzdem ist das der erste Schritt. Diese Domain werden wir später so konfigurieren, dass euer Blog darüber erreichbar sein wird.
Weiter geht’s zum angenehmen, dem kostenlosen Teil.
Zu allererst solltet ihr euch für einen Bloganbieter entscheiden. Auf welchen eure Entscheidung fällt, ist sicherlich teilweise persönliche Präferenz. Wer hier ohne Vorbehalte entscheiden möchte, sollte sich alle drei genauer anschauen. Ich habe mit allen drei schon Erfahrungen machen können. Für meine Anforderungen eignet sich der Dienst Tumblr am Besten. Aber das soll keine Empfehlung für diesen oder gar gegen die anderen Dienste sein. Im Folgenden gehe ich kurz auf die Eigenarten der jeweiligen Dienste ein:
Woher der Name kommt, ist halbwegs eindeutig. Tumblelog, das war wohl der ursprüngliche Einsatzzweck, den der Dienst für sich selbst gesehen hat. Dafür nutze ich ihn auch hauptsächlich. Tumblelogs dienen primär dazu, kleine Schnipsel, über die man im Web gestolpert ist zu veröffentlichen. Bei Tumblr wählt man vor dem Erstellen eines Artikels aus, um welchen Inhaltstyp es sich handeln soll. Zur Wahl stehen Text, Foto, Zitat, Link, Chat, Audio und Video. Je nach gewähltem Inhaltstyp kann man nun einen stinknormalen Fliesstext einbinden, einen Direkt- oder Embed-Link zu einem Video (YouTube, Vimeo, etc.), ein Foto hochladen oder von einer externen URL holen lassen und so weiter und so fort. Jedem medialen Inhaltstyp kann man noch eine Textbeschreibung beifügen. Wer also ein Video wählt, kann nachher nicht nur ein Video in seinem Beitrag darstellen.
Jeder Beitrag kann Tags bekommen, man kann eine Quell-URL angeben, sofern vorhanden, einen Link samt Titel automatisch zu Twitter posten lassen, eine Verknüpfung zu Facebook ist auch möglich. So publiziert Tumblr neue Beiträge in meinem Falle direkt in meinen Twitteraccount und stellt diese auch in meiner Facebook-Timeline dar. Eure Beiträge könnt ihr über die Markup-Sprache Markdown formatieren. Eine komplette Referenz zu Markdown gibt es auf den Seiten seines Erfinders, John Gruber.
Anpassbar ist der Service natürlich auch. So stehen derzeit über 100 Themes, kostenlose und kostenpflichtige zur Verfügung. Die Preise der kostenpflichtigen Themes variieren zwischen 9 und 49 US-$, bleiben also in jedem Falle bezahlbar. Die Auswahl an kostenfreien Themes ist aber so groß, dass man hier nicht unbedingt Geld ausgeben muss. Die meisten Themes lassen sich komfortabel ohne Kenntnisse in HTML und/oder CSS anpassen. Die jeweiligen Möglichkeiten hängen hierbei aber stark vom jeweiligen Theme ab, sodass ich hier keine allgemein gültigen Beispiele geben kann. Wer mag, kann darüber hinaus aber auch direkt das HTML und CSS des Themes bearbeiten.
Neben den eigentlichen dynamischen Blogbeiträgen können sog. Seiten angelegt werden, gut geeignet bspw. für ein Impressum oder eine Kontaktseite. Außerdem kann man seine Leser aktiv einbeziehen, wenn man die Community-Funktionen nutzt. So können Besucher Beiträge beisteuern, Fragen stellen, etc. Zu guter letzt ist es möglich, zusätzliche Autoren zum Blog hinzuzufügen.
Nun zu unserem Anliegen, das Tumblr-Blog unter unserer eigenen Domain verfügbar zu machen. Tumblr bietet dafür eine eigene Hilfeseite an, auf der steht, was zu tun ist. Zusammengefasst müsst ihr einen so genannten A-Record bei eurem Domainhoster anlegen und diesen auf die IP-Adresse 72.32.231.8 zeigen lassen. Infos zu diesem Thema gibt es domainFACTORY auf der entsprechenden FAQ-Seite. Nachdem ihr bei domainFACTORY (oder eurem jeweiligen Hoster) den Eintrag angelegt habt, müsst ihr den Namen noch in den Einstellungen eures Blogs hinterlegen. Dafür klickt ihr in eurem Dashboard auf Anpassen und dann oben auf Info. Unten setzt ihr den Haken bei Eigene Domain verwenden und tippt darunter euren eigenen Domainnamen ein. Ein Klick auf Speichern+Schliessen übernimmt die Änderungen. Bis euer Blog tatsächlich unter der Domain auftaucht, kann unter Umständen ein halber Tag vergehen. Ein wenig Geduld braucht ihr also.
Tumblr ist auch eine Community, so könnt ihr anderen Tumblr-Blogs folgen und bekommt deren Inhalte in eurem Dashboard eingeblendet. Außerdem könnt ihr Beiträge favorisieren, also ähnlich wie bei Facebook liken. Kommentare werden über Disqus integriert, welches wiederum eine eigene Community mitbringt.
Posterous hat sich auf die Flaggen geschrieben, der perfekte Dienst für mobile Blogger zu sein, weil man seine Beiträge einfach per E-Mail an den Dienst schicken kann. Anfangs fand ich das genial, wer aber seine Beiträge flexibel gestalten möchte, sollte lieber doch den Editor benutzen. Um einen Beitrag per E-Mail einzureichen genügt es, die E-Mail-Adresse, von der aus man senden möchte bei Posterous bekannt zu machen. Initial geschieht das, indem man einfach eine E-Mail an post@posterous.com schickt. Alles weitere wird dann in einer Antwortmail erklärt. Die Anmeldung könnte also nicht einfacher sein.
Posterous hat keine Beitragstypen, wie das bei Tumblr der Fall ist. Was Posterous allen anderen Diensten voraus hat, sind zwei Dinge:
Die Formatierung der Beiträge erfolgt wahlweise über den WYSIWYG-Editor oder, wie bei Tumblr, über Markdown. Beide Methoden können mich nicht so recht zufrieden stellen. Ich hoffe, dass Posterous den verwendeten Editor früher oder später austauschen wird da bspw. Copy & Paste nicht vernünftig funktioniert. Posterous bietet 1 GB Speicherplatz an, nach dem Erreichen dieses Limits wird Posterous Kontakt mit euch aufnehmen und fragen, ob ihr mehr braucht.
Derzeit stehen euch bei Posterous insgesamt 36 verschiedene Themes zur Verfügung. Kostenpflichtige Themes direkt bei Posterous gibt es bisher nicht, sind aber angekündigt. Und genau wie Tumblr habt ihr bei Posterous die Möglichkeit, statische Seiten anzulegen.
Auch hier gibt es die Möglichkeit, eine eigene Domain mit eurem Blog zu verknüpfen. Hierzu ist wieder ein A-Record erforderlich, der auf die IP 66.216.125.32 zeigen muss. In den Einstellungen eures Blogs klickt ihr dann beim Namen auf die Schaltfläche Edit und geb unter Custom Domains euren Domainnamen ein. Auch hier ist wieder ein wenig Geduld gefragt, bis der Eintrag sich im weltweiten DNS-Baum überall eingenistet hat.
Was mir nach wie vor ein wenig sauer aufstösst ist die Geschwindigkeit des Dienstes. Gefühlt reagiert die Plattform deutlich träger als Tumblr dies tut. Dieses Blog hier ist im Übrigen bei Posterous. Von der Kommentarfunktion bin ich ebenfalls nicht begeistert, so lassen sich bspw. keine direkt zugeordneten Antworten auf Kommentare erstellen. Besserung wurde mir auf Anfrage aber zugesichert.
Wer noch ein altes Blog hat, kann im Übrigen mittels des Importers all seine alten Einträge zu Posterous holen. Ziemlich cool und einmalig, soweit ich das beurteilen kann.
In Sachen Communityfunktionen bringt Posterous eine Followerliste mit, außerdem kann man sich täglich die aktuellen Beiträge dieser Blogs per E-Mail zuschicken lassen.
WordPress dürfte die mit Abstand bekannteste und populärste Blog-Software weltweit sein. Was nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal ist. Aber einen großen Vorteil hat man dadurch: die Auswahl an Themes und Plugins ist gigantisch. Aber wie das bei so großen Mengen immer so ist, entspricht die Qualität natürlich nicht immer den höchsten Standards.
Wie Posterous trennt auch WordPress nicht nach Beitragstypen und lässt einen bunt mischen. Dateiuploads erfolgen über die Mediathek und können auch direkt aus der Artikelansicht erfolgen. Das Speicherplatzlimit beträgt 3 GB.
Wie schon gesagt, ist das große Argument für die Nutzung von WordPress die schier unendliche Vielfalt an Themes und Plugins. Der Hosted-Service von WordPress ist recht zügig und das Backend ist komfortabel. Einschränkungen gegenüber einer selbst-gehosteten Installation muss man kaum in Kauf nehmen. Mittlerweile existiert auch die Möglichkeit, Premium-Themes für die gehostete Installation zu kaufen, was bisher eine Einschränkung war. Plugins und Themes lassen sich über das Backend komfortabel installieren und suchen.
Um eure Domain jetzt mit eurem kostenlosen WordPress-Blog zu verknüpfen, ist ein etwas radikaleres Vorgehen nötig als bei Posterous oder Tumblr. Ihr müsst die kompletten Nameserver-Einträge umbiegen. Wie das geht, steht in einem Support-Artikel, in englischer Sprache. Das führt für unser nächstes Vorhaben aber zu Problemen, auf die wir noch eingehen müssen.
Bei WordPress habe ich bisher keine Communityfunktionen entdecken können, was schade ist.
Wenn ihr euch für einen der drei oben erwähnten Services entschieden habt, habt ihr schon mal eine cloud-basierte Website. Aber euch kann niemand E-Mails an eure Domain schicken. Und das gehört doch zum guten Ton.
Um dies zu erreichen, verwenden wir Google Apps Standard Edition. Die Standard Edition kostet keinen Cent und bietet für maximal 50 Benutzer auf einer Domain 7,5 GB Speicherplatz pro Nutzer an. Damit sollte euer E-Mail-Volumen für einige Zeit gedeckelt sein. Nebenbei bekommt ihr noch den weltbesten Spam-Filter, durchgehende SSL-Verschlüsselung und Google Docs in seiner vollen Pracht. Ihr müsst euch nur mit eurer Domain registrieren und folgende DNS-Einträge für eure Domain vornehmen:
1 ASPMX.L.GOOGLE.COM 5 ALT1.ASPMX.L.GOOGLE.COM 5 ALT2.ASPMX.L.GOOGLE.COM 10 ASPMX2.GOOGLEMAIL.COM 10 ASPMX3.GOOGLEMAIL.COM
Die Zahl kennzeichnet die Priorität des Eintrags. Der Eintragstyp lautet MX.
Außerdem müsst ihr eine geeignete Methode der Domainverifizierung wählen. Da ihr keinen Webspace habt, auf den ihr irgendwelche Dateien hochladen könnt, müsst ihr den CNAME-Weg wählen. Dazu werdet ihr während des Einrichtungsprozesses aufgefordert, der Name ändert sich ständig, weswegen ich ihn hier nicht angebe.
Wenn eure Domain registriert ist, könnt ihr außerdem Subdomains für den Zugriff auf das Webinterface des jeweiligen Dienstes verwenden. Dazu ist ein weiterer CNAME-Eintrag erforderlich, der dann auf ghs.google.com. (der Punkt am Ende ist wichtig) zeigen muss. Ihr könntet also bspw. mail auf diesen Eintrag zeigen lassen, um bei der Eingabe von mail.domain.tld euer Webmail-Interface aufzurufen.
Ein Hinweis noch zu WordPress: da wir notgedrungen die Nameserver-Einträge umbiegen mussten, müssen die oben genannten Einstellungen bei WordPress und nicht bei bspw. domainFACTORY vorgenommen werden. Einen entsprechenden Support-Artikel stellt WordPress zu diesem Thema bereit.
Das war es auch schon. Nach vielleicht einer Stunde Arbeit habt ihr eine komplette, leicht anpassbare Website (Blogsysteme lassen sich natürlich nicht nur zum Bloggen verwenden) und einen cloud-basierten kollaborationsfähigen E-Mail-Dienst für 6,60 € im Jahr. Ihr müsst euch nicht mit Updates rumärgern oder daraus resultierende technische Probleme lösen. Da alle erwähnten Dienste Cloud-Dienste sind, ist auch die Ausfallwahrscheinlichkeit recht gering, wenn auch gerade die Blog-Dienste Posterous und Tumblr in der letzten Zeit immer wieder mal nicht erreichbar waren. Im Regelfall waren diese Probleme aber auch schon nach wenigen Minuten wieder behoben. Und Ausfälle können natürlich auch bei bezahlten Dienstleistungen vorkommen.
Ich habe vor ein paar Wochen ein Notebook bei notebooksbilliger.de bestellt, es aber aufgrund mangelnder Leistung zurückgeschickt. Die Bezahlung des Geräts nahm ich per sofortueberweisung.de vor. Als ich eine Rücksendung anforderte, schickte mir notebooksbilliger.de sofort ein Retourenlabel per E-Mai zum Selbstdrucken zu. Gerät eingepackt, Label ausgedruckt und aufgeklebt, ab die Post. Einen Tag später kam die Bestätigung, dass das Gerät eingetroffen ist und die Gutschrift erfolgen wird.
Ich fragte sicherheitshalber noch mal nach, ob denen denn überhaupt eine Kontoverbindung vorliegt, auf die die Gutschrift erfolgen kann. Und siehe da… nein, liegt nicht vor. Und da hakt mein Verständnis aus. Wie kann man eine Gutschrift zusichern, wenn gar kein Medium für die Gutschrift vorliegt? Ein Versehen, mag man meinen. Aber mitnichten. Mein Vater nahm ca. vier Wochen zuvor auch eine Bestellung vor, die ebenfalls zu einer Retoure wurde. Und hier genau das gleiche Spiel. Keine Kontoverbindung vorhanden, aber nach über einer Wochen noch immer keine Anfrage diesbzgl. Ist das System? Zinsfreie Kredite, wenn man Retouren macht? Sorry, liebe Leute bei notebooksbilliger.de, bisher hab ich immer sehr große Stücke auf euch gehalten, aber das tut man einfach nicht.
Das war die Antwort, die ich von Paintball Experience in Hannover bekommen habe. Ich habe vor einiger Zeit einen Gutschein via DailyDeal für Paintball Experience gekauft, wollte aber nicht allein hin und habe den Besuch so Ewigkeiten vor mir hergeschoben. Jetzt ist Jahresende und natürlich absolut keine Zeit mehr, um jetzt Paintball spielen zu gehen.
Vor einigen Tagen schrieb ich also Paintball Experience an und fragte freundlich nach, ob es denn nicht möglich sei, dass ich den Gutschein noch im Januar oder Februar in Anspruch nehme. Der Praktikant/Azubi/was-auch-immer mit mittelmäßigen Rechtschreibfähigkeiten („endtäuschen“) sagte mir, dass das nicht ginge. Als ich dann anwortete, dass ich mit einem weiteren voll-zahlenden Freund käme, bot er an, die Geschäftsleitung zu fragen, ob man da nicht was machen könne. Erst auf erneute Rückfrage bekam ich gestern die Antwort, dass das nicht möglich sei.
In meiner letzten Mail erwähnte ich auch, dass es sehr unwahrscheinlich sei, dass die jemals Geld von mir sehen werden, das von meinem Begleiter natürlich erst recht nicht. Schade auch, Paintball Experience, zwei potentielle Kunden weniger. Nötig scheint ihr es ja nicht zu haben.
Es mag ja durchaus sein, dass man einen Gutschein bis zum Ablaufdatum gegenüber DailyDeal eingelöst haben muss, aber wieso hat mir Paintball Experience nicht einen Austausch angeboten? DailyDeal-Gutschein gegen eigenen Gutschein? Damit wäre auch dieses Problem, so es denn existierte, gelöst. Aber scheinbar hat die Firma kein Interesse an weiteren Kunden. Für mich jedenfalls seid ihr gestorben, liebe Leute.
Ich habe vor einiger Zeit eine Art Selbstversuch gestartet: mein iMac und mein MacBook waren jeweils drei Jahre alt, das Bedürfnis nach neuer Hardware war geweckt. Also wanderten beide Geräte zur eBucht und fanden dort auch für recht ordentliches Geld einen neuen Besitzer.
Einen Nachfolger für den iMac hatte ich zu dem Zeitpunkt schon: ein iMac 27". Ein tolles Gerät, jeder Cent war wohlinvestiert.
Beim MacBook wollte ich mir aber nicht so recht entscheiden. Ich habe das MacBook nicht sonderlich intensiv genutzt, streckenweise lag es wochenlang ungenutzt in seiner Hülle auf meinem Schreibtisch rum. Perlen vor die Säue also, immerhin kostete das Gerät etwas über 800 €. Zum Rumliegenlassen eigentlich zu viel Geld. Das MacBook Air 11" lacht mich seit seiner Veröffentlichung an, weil es eigentlich genau auf mein Nutzungsprofil zugeschnitten ist. Wäre da nicht der recht happige Preis von fast 1.000 €. Auch hier wieder, zum Rumliegenlassen viel zu viel Geld. Der Formfaktor reizt mich aber massiv, die Bildschirmauflösung genau so.
Ich schaute mich also ein wenig bei der Konkurrenz um und wurde auf das Lenovo ThinkPad Edge aufmerksam, das es auch als Version mit 11"-Display gibt. Und das schon für recht schlanke 330 € ohne Betriebssystem. In der jetzt bei mir stehenden Version mit Dual-Core-AMD-CPU und 4 GB RAM hat mich das gute Stück gerade mal 380 Flocken gekostet, rund 500 € weniger, als ich im Apple-on-Campus-Store für das MacBook Air hätte zahlen müssen. Natürlich, es fehlt die SSD, die Lautlosigkeit, Mac OS X und vermutlich auch ein wenig Rechenpower, bis auf die Lautlosigkeit und Mac OS X aber durchaus Dinge, die mich nicht sonderlich stören, so selten, wie ich das Gerät einsetze. Witzige Anekdote am Rande: die Dual-Core-Version ist deutlich leiser als die Version mit der Single-Core-CPU. Wer also mit dem Gedanken spielt, sich die kleine Variante zu kaufen, sollte zum Dual-Core-AMD greifen. Das Fehlen von Mac OS X zu Verschmerzen wiegt schon deutlich schwerer, aber Mark Shuttleworth sei Dank gibt es eigentlich ein System, das ähnlich toll funktioniert und auch fast so toll aussieht wie das OS aus Cupertino: Ubuntu.
Aber eben auch nur fast. Auf der verbauten 320 GB großen Festplatte befinden sich nun Windows 7 Professional und Ubuntu 10.10. Aufgrund der recht hohen DPI-Zahl und der damit verbundenen Auflösung von 1.366x768 Pixel lässt sich mit beiden Systemen sogar arbeiten, im Gegensatz zu Netbooks, die aufgrund ihrer 1024x600 vollständig ausfallen. Beide Systeme laufen halbwegs annehmbar flott auf der Maschine, wobei Windows 7 deutlich träger zugange ist als dies bei Ubuntu der Fall ist. Aber arbeiten lässt sich damit trotzdem halbwegs. Die Akkulaufzeit nimmt sich unter beiden Systemen nichts, je nach Anwendungsart hält der Akku zwischen drei und vier Stunden. Für den Preis des Notebooks ein durchaus akzeptabler Wert.
Nun aber zu den Punkten, die mich das Gerät schon fast wieder zurückschicken und ein MacBook Air bestellen lassen:
1. Windows. Es ist und bleibt unbenutzbar. Die zugekaufte Bluetooth-Maus funktioniert nicht zuverlässig. Nach dem Anmelden bekomme ich eine Fehlermeldung, die mit einer fehlenden DLL zu tun hat, die zum Bluetooth-Stack zu gehören scheint. Ich muss also nach jeder Anmeldung die Maus erneut verbinden. Fehlerbehebung scheiterte bisher. Der Fehler tritt aber auch erst ein, seit Windows ein Update für den ThinkPad-Bluetooth-Stack eingespielt hat. Wohlgemerkt über das automatische Update, ich hab das Treiberupdate nicht selbst von Lenovo geholt, lief ja alles vorher. Es scheint nach wie vor zu viel verlangt zu sein, dass Standardhardware einfach funktioniert. Von Nicht-Vorhandensein meiner ganzen geliebten und erforderlichen CLI-Tools mal abgesehen, bleibt Windows für mich ein rotes Tuch.
2. Ubuntu. Eigentlich toll. Wirklich. Mit ein wenig Handarbeit kann ich den von mir so geliebten Workflow, den ich unter OS X hab fast nachbauen. Exposé, Quicklook, Terminal (samt scp, curl, wget, tail, grep, cat und ssh), alle meine Freunde sind da, die ich tagtäglich für die Arbeit nutze. Von dem ganzen Schatz an freier Software mal abgesehen, die teilweise wirklich phänomenal ist. Und alles bleibt so schön einfach Up-To-Date, der integrierten Paketverwaltung sei Dank. Aber leider hat diese heile Welt in meinem Falle auch Schattenseiten: Suspend to RAM und Multitouch funktionieren nicht. Das Gerät geht zwar schlafen, wacht dann aber nicht wieder auf. Und Multitouch funktioniert einfach gar nicht. Für mich, als diesbzgl. wirklich verwöhnten Mac-User ein absolutes No-Go.
Und nun stehe ich da. Ich habe 500 € gespart, muss mich aber mit zwei Betriebssystemen rumärgern, die zwar beide nicht wirklich schlecht sind, das eine aber für meine normalen Einsatzzwecke nicht zu gebrauchen ist und das zweite die Komfortfeatures, an die ich mich so gewöhnt hab, namentlich Multitouch und Suspend-to-RAM, auf meiner Hardware nicht bietet. Windows so umzubauen, dass es meinen Ansprüchen genügt würde den Rahmen eindeutig sprengen, bei Ubuntu bleibt mir noch zu hoffen, dass die Entwickler entsprechende Patches zeitnah veröffentlichen werden. Aber ob all der Ärger 500 € wert ist, frage ich mittlerweile wirklich…
Werterhalt, sicherlich ein Faktor, den viele bei einem Computerkauf außer Acht lassen. Wer aber so wie ich spätestens nach drei Jahren einen Rechner ausrangiert, sollte sich darüber schon ein paar Gedanken machen.
Im November 2007 kaufte ich meinen letzten iMac, ein 24"-Modell mit Core2Duo 2,4 GHz für rund 1.400 €. Nachträgliche Investitionen waren eine Speichererweiterung von 2 auf 4 GB, die mich seinerzeit um die 50 € gekostet haben, wenn ich mich nicht täusche und vor rund neun Monaten eine größere Festplatte zum Preis von 75 €. Ach ja, ein Upgrade auf Snow Leopard für 29 € habe ich auch noch gekauft. Rund 150 € habe ich als nach dem Kauf noch mal in das Gerät und seine Softwareausstattung gesteckt. Nun, das Gerät ging vorige Woche bei eBay für fast 800 € über die Theke. Nach drei Jahren Nutzung habe ich also keine 50 % des Anschaffungspreises eingebüsst. Gemittelt auf die drei Nutzungsjahre habe ich nun also 250 € pro Jahr für das Gerät ausgegeben, oder umgerechnet ca. 20 € monatlich.
Im Februar 2008 kam dann ein MacBook 13" white nach. Auch hier rüstete ich den Arbeitsspeicher auf 4 GB auf, Kostenpunkt ebenfalls um die 50 €, und kaufte das Upgrade auf Snow Leopard für 29 €. Bezahlt habe ich ursprünglich mal 820 € für das Notebook. Verkauft habe ich es jetzt für knapp 550 €. Von den rund 900 €, die ich ursprünglich mal in das Gerät gesteckt habe, sind also 550 € übrig geblieben. Das Gerät hat mich in den drei Jahren also 350 € gekostet, pro Jahr sind das rund 120 € oder monatlich 10 €.
Mein fünf Jahre altes Cinema Display habe ich auch verkauft. Hier ist der Verlust dezent höher, aber auch noch im akzeptablen Rahmen, rechnet man es prozentual aus. Bezahlt habe ich seinerzeit fast 1.200 € (ja, für einen 23"-Bildschirm, das war aber auch 2005 ;-)), verkauft habe ich das Display für rund 375 €. 30 % also nach fünf Jahren Nutzung. Durchaus akzeptabel meiner Meinung nach. 900 € gemittelt auf fünf Jahre macht 180 € pro Jahr, 15 € im Monat.
Diese allesamt recht erfreulichen Werte sind einer der Gründe, wieso ich weiterhin bei Apple einkaufen werde.
Ich miste gerade aus und möchte mir das Weihnachtsgeschäft nicht durch die Lappen gehen lassen ;-). Unter den zu verkaufenden Gegenständen befinden sich aber auch ein paar Dinge, die erst ab 18 in deutschen Landen freigegeben sind und deswegen nicht via eBay veräußert werden können. Deswegen versuch ich es auf diesem Wege.
Die acht Titel, um die es sich dreht sind auf dem Foto zu sehen. Und ja, Unreal Tournament III ist tatsächlich noch verschweisst ;-). Falls jemand Probleme beim Lesen der Titel haben sollte, hier noch mal im Klartext:
Alle Titel haben eine Altersfreigabe von 18 Jahren. Ich werde sie also nur verschicken, wenn ich euch entweder gut genug kenne um sicher zu sein, dass ihr volljährig seid oder gegen „Vorlage“ eines Scans eures Personalausweises oder Führerscheins. Das muss ich machen, da ich sonst in Teufels Küche kommen kann.
An Versandkosten fallen genau die Kosten an, die die jeweils von euch gewählte Versandmethode kostet. Preisvorschläge per E-Mail (ulf.klose@gmail.com) oder über die Kommentare an mich. Danke schon mal.
Ich gestehe, ich bin leidenschaftlicher DVD-Sammler. Derzeit befinden sich weit über 700 Exemplare in meiner Privatsammlung. Auch wenn ich meine aktivsten Zeiten, es sind weitere Hobbys hinzugekommen ;-), schon lange hinter mir hab, so gibt es immer noch Filme und Serien, die ich unbedingt auf DVD oder Blu-ray haben muss. Insbesondere die Kult-Serien Simpsons und Family Guy haben es mir angetan. Simpsons schon seit dem Erscheinen der 1. Staffel auf DVD (das dürfte ungefähr im Jahr 2000 gewesen sein), Family Guy kam später hinzu.
Wenn ich mir nun meine Kollektion mal anschaue, zeichnet sich ein Trend deutlich ab: die Publisher werden immer geiziger bei der Verpackung. Ich lehne mich mal aus dem Fenster und stelle die These auf, dass der Großteil der Simpsons-DVD-Käufer Fans und Sammler sind. Wie abwegig. Nein, im Ernst, gerade diese Zielgruppe möchte ihre Sammlung pfleglich behandeln. Bei den Verpackungen, die uns die Publisher vor den Latz knallen, wird das aber immer schwieriger. Die 11. und 12. Staffel der Simpsons kommt in einer Frechheit von einer Verpackung daher. Hier sind die DVDs einfach in Pappschuber gesteckt, Kratzer beim Rausnehmen und Zurückstecken sind vorprogrammiert. Vom Hässlichkeitsfaktor mal ganz abgesehen. Und Family Guy? Die ersten beiden Staffeln waren noch zwei DVDs lang, entsprechend steckte jede DVD auf einer eigenen Halterung in einer Doppelhülle. Die dritte und vierte Staffel, die sich seit einigen wenigen Tagen in meinem Besitz befindet, schlägt aber echt den Boden aus dem Fass. Alle drei DVDs stecken auf einer Halterung. Und zwar so fest, dass ich wirklich Angst hatte, die erste DVD vom Stapel zu holen. Allzu oft sollte man das auch nicht machen, wenigstens klang es so, als würde die DVD spätestens beim dritten Mal einfach bersten.
Bei amazon.de häufen sich die Beschwerden in den Kommentaren und meiner Meinung nach auch durchaus zurecht. Was bitte soll das? Wenn eine neue Staffel Simpsons veröffentlicht wird, kostet sie bei amazon.de rund 45 €. Ist es nicht möglich in diesen Preis, den echte Fans auf jeden Fall sofort investieren werden, eine vernünftige Verpackung mit einzurechnen? Eine, die dem Anspruch von Sammlern gerecht wird?
Ist die Windows-Welt. Sind wir mal ehrlich.
Wenn ich mir die (informative und ansonsten wirklich nicht schlechte) Website pctipps.info mal anschaue, dann ist sie typisch Windows. Unübersichtlich, mit Inhalten und Funktionen überladen, hässlich.
Um es noch mal klarzustellen, ich möchte nicht so klingen, als würde ich die Arbeit des Mannes nicht wertschätzen, das stimmt nicht. Ich bemängele einfach nur die Präsentation. Gleiches gilt für das auf seiner Seite vorgestellte Programm. Es ist funktionell gesehen sicherlich super, aber es sieht absolut scheisse aus.
Wieso geben sich Windows-Entwickler keinerlei Mühe mit der Optik? Wieso sehen Windows-bezogene Websites (immer) aus wie hingerotzt und ohne Liebe gestaltet? Und wieso stehen gerade eingefleischte, versierte Windows-Benutzer auf die Steinaltoptik (auch genannt Klassisches Layout) und verdammen alle Ansätze von Microsoft, wenigstens ein bisschen Schönheit in dieses Betriebssystem zu bekommen?
Werfen wir doch mal einen Blick in die Lager der Konkurrenz: Mac OS X und seine Anwendungen sehen seit jeher zum Niederknien aus. Und auch in der Open-Source-Linux-Welt tut sich einiges, die Anwendungen und grafischen Oberflächen werden immer hübscher und aufwändiger. Schaut man sich mal das aktuelle Ubuntu 10.10 an merkt man, wohin die Entwicklung geht. Das System ist schick, minimalistisch, übersichtlich. Eben das genaue Gegenteil von Windows, welches zwar mittlerweile auch halbwegs schick ist, von Übersichtlichkeit oder gar Minimalismus fehlt hingegen jede Spur. Wobei, doch, Windows Phone 7 würde ich sogar letzteres unterstellen. Das Dashboard-Update der Xbox 360 von vor wenigen Tagen zeigt, dass auch Microsoft scheinbar halbwegs neue Pfade begehen möchte. Ich bin auf jeden Fall gespannt auf Windows 8…
Bevor ich das Ding bei eBay rein stelle versuche ich es erst mal so.
Ich verkaufe ein weißes MacBook 13,3" Februar 2008. In dem Gerät taktet ein Intel Core2Duo 2,1 GHz, die Daten landen auf einer 120 GB großen Festplatte und die Größe des Arbeitsspeichers beträgt 4 GB.
Die komplette Innenplatte mit Tastatur und Touchpad wurde erst vor ca. sechs Wochen ausgetauscht, da der von dieser Modellreihe bekannte Serienfehler zugeschlagen hat, was Apple aber auf Kulanz repariert hat. Wie gesagt, Tastatur und Touchpad sind deswegen nagelneu. Auch sonst weist das Gerät recht wenig Gebrauchsspuren auf, bis auf kleinere, unvermeidliche Kratzer im Außengehäuse sieht es quasi aus wie neu.
Der Akku befindet sich in einem sehr guten Zustand und hält aktuell zwischen fünf und sechs Stunden bei normalem Betrieb mit aktiviertem WLAN. Das Netzteil funktioniert tadellos und hat die üblichen Gebrauchsspuren.
Das Gerät habe ich im Februar 2008 quasi am Tag der Veröffentlichung gekauft und seitdem nicht sonderlich oft benutzt, da es nur als Zweitgerät dient. Trotzdem war es mir ein treuer Begleiter und ist in der ganzen Zeit nie abgeschmiert oder hat andere Macken gezeigt.
Alle Originalunterlagen und -kartons sind noch vorhanden und werden mit dem Gerät ausgeliefert, für einen sicheren Transport ist also auch gesorgt. Darüber hinaus lege ich dem Gerät Mac OS X 10.6 Snow Leopard bei, die Originaldatenträger mit Mac OS X 10.5 Leopard und iLife ’08 befinden sich aber auch im Lieferumfang.
Laut der Gebrauchtpreisliste von macnews.de hat das Gerät einen aktuellen Restwert von 565,- €. Da sich Mac OS X 10.6 Snow Leopard im Lieferumfang befindet und anstelle von 2 GB 4 GB RAM verbaut sind, liegt meine Verhandlungsbasis bei 615,- €. In gewissen Grenzen lasse ich natürlich mit mir reden. Die Versandkosten belaufen sich per DHL Paket auf 5,90 €.
Hat jemand von euch Interesse an diesem Gerät oder kennt jemanden, der Interesse an einem gebrauchten MacBook haben könnte? Bei Bedarf stelle ich hier gern auch noch ein paar Fotos von dem Gerät online. Kontaktaufnahme gern per Twitter oder über das Kontaktformular hier. Zahlung erfolgt wahlweise gegen Vorkasse per Überweisung oder PayPal (gegen Übernahme der PayPal-Gebühren).
Das neue iLife, welches sich mittlerweile auf dem postalischen Wege zu mir befindet, macht einen guten, aber auch nicht sonderlich aufregenden Eindruck. Die Neuerungen gefallen mir gut, ob ich 50 € dafür ausgeben würde, weiß ich aber nicht. Dazu muss ich sagen, dass ich Aperture für die Verwaltung meiner Fotos nutze, keine Videos schneide und Garage Band bisher auch nicht nutze. Da ich mir erst vor drei Wochen einen neuen iMac gekauft habe, hatte ich glücklicherweise Anspruch auf das Upgrade für 7,95 €, was ich natürlich angenommen habe. Die 25 € im Education Store hätte ich vielleicht auch noch gezahlt.
Mac OS X Lion. Natürlich freue ich mich auf die neue Version, wie ich mich über jede neue Version eines Betriebssystems freue. Die Idee mit dem Mac App Store finde ich gut, wenn auch ich die Konditionen, die für den Mobile App Store gelten, nicht passend sind für den Desktop-Markt, empfinde ich wenigstens so. Aber sonst eine gute Idee, welche sich mittlerweile auch in Ubuntu (seit Version 10.10) findet, hier war also die Konkurrenz tatsächlich etwas schneller ;-). Die Zentrierung auf den neuen Fullscreen-Mode finde ich zwar verständlich, aber auch nicht sonderlich spannend. Einen randlosen Fullscreen-Mode können schon jetzt viele Anwendungen, bei anderen wiederum ist der Modus auch kompletter Quatsch. Ich wüsste bspw. nicht, wieso ich Safari auf meinem 27"-Bildschirm im Vollbild-Modus betreiben sollte. Aber darum geht es Apple ja auch gar nicht, wenn ich mir die Präsentation mal so anschaue. Wie sich die neue Schaltzentrale nachher in der Praxis bewähren wird, muss sich erst noch zeigen. Die Idee ist nicht blöd, gleiches gilt für die Gesten für den Wechsel zwischen den Fullscreen-Anwendungen. Wie ich Apple kenne, wird es tadellos funktionieren, vorher bilde ich mir keine Meinung dazu.
Das neue MacBook Air. Kein Kracher, aber eine konsequente Weiterentwicklung. Die Anti-Apple-Menschen unken natürlich gleich, dass es sich einfach nur um ein teures Netbook handelt. Wenn diese Menschen sich aber mal die Mühe machen und sich die Ausstattungsmerkmale anschauen würden, würden sie wohl feststellen müssen, dass sie hier komplett falsch liegen. Netbooks haben (man schaue sich nur den aktuellen Markt an) per Definition ein Display mit 7 bis 10" Diagonale, eine Auflösung von max. 1.024x600 (?) Pixeln, 1 GB RAM und eine stinknormale Festplatte. Das MacBook Air hat wahlweise ein Display mit 11,6" oder 13,3" Diagonale, 2 bis 4 GB RAM und eine SSD. Es gehört also ganz klar in die Klasse der Subnotebooks, welche nach wie vor mit den Netbooks rein gar nichts zu tun hat. Davon abgesehen finde ich das Gerät ziemlich attraktiv. Das Gewicht von mindestens 1 kg ist sehr attraktiv, die Displaygröße ist mit 11,6" genau das, was ich haben wollte und dank SSD ist das Gerät wirklich lautlos und stoßunempfindlich. Insgesamt ein gelungener Wurf für Apple aus meiner Sicht. Der Einstiegspreis von rund 1.000 € ist angemessen (Subnotebooks waren noch nie wirklich billig). Ja, ich weiß, es gab einige wenige Netbookhersteller, die der Meinung waren, mit einigen Ausstattungsmerkmalen in den Bereich der Subnotebooks vordringen zu müssen, was aus ihnen aber keine Subnotebooks macht. Genau so wenig aber macht dies aus dem MacBook Air auf einmal ein Netbook. Oder hätte jemand das PowerBook G4 12" als Netbook bezeichnet? Es gibt von keinem anderen Hersteller exakt vergleichbare Geräte (wenigstens habe ich keine finden können), aber auch Acer wildert im Subnotebook-Bereich, verbaut aber in diesen Geräten dann keine Schnarch-CPUs wie den Atom mehr sondern nimmt gleich Core-i-CPUs, verlangt dafür dann aber auch 800 € aufwärts. Die SSD fehlt weiterhin. Mal wieder also Äpfel und Birnen.
Insgesamt hat Apple eine schöne Vorstellung abgeliefert, Revolutionen blieben aber aus. Evolution ist aber auch was tolles.
Ich habe in der letzten Woche zwei Notebooks im Familienkreis bespaßen dürfen. Das eine Gerät ist ein Toshiba Qosmio X500-121 Gamer, ein Monster von einem Notebook mit 18,9"-Display und zwei Festplatten für rund 1.600 €. Das zweite Gerät ist ein Lenovo G560 für schlappe 500 €. Ein Büro-Notebook mit 15"-Display, 4 GB RAM und einem Core i5, also auch verhältnismäßig viel Power.
Im direkten Vergleich mit meinem bevorzugten Hersteller Apple bekommt man hier sowohl von Lenovo als auch Toshiba ziemlich viel Power, Displaydiagonale und Plattenplatz geboten, gar keine Frage. Im direkten Bare-Metal-Vergleich würde Apple mit der Produktpalette ganz klar verlieren. Aber jetzt kommen wir dazu, wie ich auf die Überschrift dieses Artikels gekommen bin.
Das Toshiba war aufgrund der miserablen Vorinstallation von Toshiba quasi nicht nutzbar. Windows 7 brauchte etwas über zwei Minuten zum Hochfahren. Zwei Minuten. In diesem Monstrum von einem Notebook stecken 8 GB DDR3-Speicher und ein Core i7 720QM von Intel. Das Ding hat vier Kerne und Hyperthreading, macht also theoretisch acht Prozesse parallel. Das Öffnen der Systemsteuerung dauerte etwas über 30 Sekunden, bis das System nach der Anmeldung endlich aufgehört hat, auf der Festplatte rumzurödeln vergingen nach der Anmeldung rund fünf Minuten. Muss ich noch mehr erzählen? Das Betriebssystem musste also dringend neu installiert werden. Und wie das nun mal so ist, liefert Toshiba bei einem Gerät für 1.600 € keine physikalischen Datenträger mit, nein, man muss sich seine Recovery-Datenträger selbst erstellen. Und das sind dann natürlich keine regulären Installations-Datenträger, mit denen man ein nacktes Windows installieren kann. Nein, das sind reine Recovery-Geschichten, ich hätte damit also nur die verhunzte Vorinstallation wiederholen können. Also musste ich mir noch eine DVD mit Windows 7 Home Premium 64 Bit organisieren. Nach der recht aufwändigen (viele Treiber, einzeln unter teilweise merkwürdigen Namen auf der Homepage von Toshiba herunterladbar) Installation schnurrt das Baby wie ein Kätzchen. Bis auf eine Sache, die Bluetooth-Maus will noch nicht. Morgen werd ich versuchen herauszufinden, woran das liegen mag.
Das Lenovo kam wohlweislich gleich ohne Betriebssystem, es sollte ohnehin ein Ubuntu auf die Maschine. Der neue Besitzer ist Computerneuling, hat vorher noch nie was mit der Materie am Hut gehabt und ist entsprechend unvorbelastet, wird also mit Ubuntu hervorragend zurecht kommen. Ubuntu läuft auch einwandfrei auf der Maschine, wenn man vom ziemlich wackelig erscheinenden Support des Energiemanagements mal absieht, das Suspend to RAM dauert mir etwas zu lange mit ca. 30 Sekunden. Aber gut, es funktioniert prinzipiell. Eigentlich bin ich von dem Gerät wirklich angetan, den schlechten Einblickwinkel des Displays blende ich jetzt mal aus. Aber wieso klappern die Tasten des Touchpads? Das Gerät ist nagelneu und die Tasten scheppern regelrecht. Ich habe den Händler nun kontaktiert und ihn gefragt, ob das so gedacht ist oder nicht. Ich hoffe ja nicht, sonst geht das ansonsten recht schöne Gerät zurück. Denn selbst von einem Gerät in der 500-€-Klasse kann man hoffentlich eine einwandfreie Verarbeitung erwarten.
Das waren die beiden Fälle, die mich schon wieder deutlich daran erinnert haben, wieso ich sonst bei Apple kaufe. Ich habe einfach keine Lust, ein nagelneues System erst mal von Grund auf neu aufsetzen zu müssen, Recovery-Datenträger zu brennen und mir Fremd-DVDs leihen zu müssen, um überhaupt ein Betriebssystem auf meine Kiste zu bekommen. Mit klappernden Tasten ärgere ich mich noch weniger gern rum. Und dafür zahle ich auch gern ein paar Euro mehr, wenn es denn nötig ist.
Meinen neuen iMac, den ich letzte Woche käuflich erwarb, konnte ich sofort nutzen, ohne ihn neu installieren zu müssen. Ich habe das Gerät angeschlossen, eingeschaltet, mein Benutzerkonto angelegt und angefangen, meine Daten zu migrieren. Keine Neuinstallation, kein Brennen komischer Datenträger. Deswegen Apple, deswegen nichts anderes mehr.
Ein Buch und einen Film habe ich dieses Mal auf meiner Empfehlungsliste.
Der Afghane: Frederick Forsyths Roman hat mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert. Die detailreichen Beschreibungen saugen einen so richtig in die Story rein und man kann sich lebhaft in das Auge einer Predator-Drone versetzen, wenn Forsyth beschreibt, wie sie in mehreren Meilen Abstand über der Erdoberfläche kreist und ihre Fotos macht. Seit längerer Zeit ist Der Afghane mein erster Roman und hat mich doch just wieder daran erinnert, wie viel Spaß es machen kann, Bücher zu lesen.
Invictus: Matt Damon spielt hier eine eher ungewohnte Rolle und Morgan Freeman sieht beinahe aus wie das Original. Der Film spielt in Südafrika in den Neunzigern des letzten Jahrhunderts und beginnt mit dem Tag, an dem Nelson Mandela aus dem Gefängnis entlassen wird. Matt Damon ist der Captain der nationalen Rugbymannschaft und lebt mit seinen Eltern und deren schwarzer Haushälterin unter einem Dach. Freeman spielt wie gewohnt brilliant und sieht Mandela wirklich wie aus dem Gesicht geschnitten. Im Verlaufe des Films kann man sehr gut den Wechsel der Gefühle zwischen den beiden Parteien, schwarz und weiß, erkennen, der immer mehr vom Haß in Vertrauen übergeht. Größtenteils ist dieser Wechsel wohl dem weisen Führungsstil Mandelas zu verdanken, der nicht einfach stur gegen sämtlichen Rassenhass vorgeht, indem er Verbote aufstellt, sondern Großherzigkeit beweist und aus den ehemaligen Feinden keine neuen machen will. Ein wirklich toller Film, der einem wieder einmal verdeutlicht, wie gut wir es eigentlich haben.
Was ist das Leben ohne Unterhaltung? Das habe ich mir in den letzten Wochen auch gedacht und habe leider viel zu viel Zeit darauf „verschwendet“, Videospiele zu spielen, Filme zu schauen und Bücher zu lesen. Aber gut, nu ist‘s zu spät, soll aber nicht total verpuffen ;-).
Filme
Predators: Eine der besten Fortsetzungen, die ich jemals gesehen habe. Klar, der Film hat keinen Oscar verdient, aber er macht wirklich Spaß. 106 Minuten Popcornkino mit Intrigen, Blut und jeder Menge Geballer. Dass er ab 18 freigegeben wurde, kann ich nur unterschreiben ;-). Der Kampf gegen die Predator geht hier weiter, dieses Mal aber auf einem fremden Planeten, die Predators haben also einen Heimvorteil. Trotzdem, wie wir Menschen nun mal sind, geben wir nicht auf und… den Rest seht ihr am Besten selbst.
Karate Kid: Vorpremiere im Cinestar Wolfenbüttel. Um 17.30 Uhr ;-). Zielgruppe war damit klar. Ich habe das Original geliebt. Ich war vier, als der Film in die Kinos kam, hab ihn also erst Jahre später auf VHS zum ersten Mal gesehen. Egal, mit acht Jahren hab ich mich zum Judotraining angemeldet und das dann tatsächlich acht Jahre lang betrieben. Ich war damit nicht der einzige, das Erscheinen des Films hat insbesondere in den USA die Kampfsportstudios zum Überlaufen gebracht. Die Neuauflage hat nicht versucht, mit dem steinalten Namen Geld zu machen, sondern hat tatsächlich etwas zu bieten. Meinen Freunden und mir hat der Film wirklich sehr gut gefallen. Jackie Chan hat seine Rolle sehr gut gespielt und hat tatsächlich nur einen Kampf im ganzen Film gehabt. Jaden Smith, Sprössling von Will Smith, hat für seine 12 Jahre hervorragend gespielt und den Kämpfer wirklich sehr überzeugen gemimt. Die Geschichte hat sogar, insbesondere bei den Frauen, die eine oder andere Träne über die Wangen kullern lassen. Insgesamt wirklich ein toller Film, der nicht nur für Kinder gedacht ist, sondern auch Erwachsene anspricht.
Knight & Day: Wieder eine Vorpremiere, dieses Mal aber im Filmpalast Wolfenbüttel. Eigentlich mag ich Tom Cruise nicht sonderlich, aber in der Rolle hat er mich echt gefallen. Tom Cruise ist Geheimagent und wird von seinen ehemaligen Vorgesetzten gejagt und Cameron Diaz gerät versehentlich zwischen die Fronten. Tom Cruises Charakter lässt sie aber nicht im Stich, sondern will sie beschützen und tut das auch ziemlich effizient. Der Film ist wirklich lustig und trotzdem äußerst actionreich zugleich und den Besuch des hiesigen Lichtspielhauses definitiv wert.
Inception: Tja, was soll ich sagen? Diesen Film MUSS man gesehen haben. Typisch für Christopher Nolan ist der Film kein Popcornkino gewesen, man musste seine grauen Zellen schon ein wenig anstrengen, um nicht den Faden zu verlieren. Ich gebe zu, dass ich ein Fan dieses Mannes und seiner Filme bin. Ich habe alle zuhause und liebe sie alle, der Mann versteht sein Handwerk einfach. Insbesondere die beiden aktuellsten Batman-Filme, Batman Begins und The Dark Knight, haben den Mann berühmt gemacht. Zurück zum Film. Den Trailer wird ja hoffentlich jeder gesehen haben. Wenn nicht, hier ist er:
Leonardo spielt wie immer hervorragend und man sieht viele bekannte Gesichter aus vorherigen Nolan-Filmen wieder. Leos Charakter ist sozusagen ein Gedankendieb, dessen aktueller Auftrag aber genau das Gegenteil von ihm verlangt: er soll einen Gedanken einpflanzen. Ein letzter Job. Aber natürlich kommt alles anders, als es geplant wurde. Über zwei Stunden wirklich fesselnde Unterhaltung, die einen die Zeit vergessen lässt. Und für mich ein eindeutiger Kandidat für einen Zweitbesuch. Der Soundtrack von Hans Zimmer ist, wie gewohnt, absolut genial.
The Hurt Locker: ein Kriegsdrama, welches 2008 in den Kinos lief, an mir aber vollständig vorbei ging. Ein großer Fehler, denn der Film ist wirklich super und hat nicht umsonst sechs Oskars mit nach Hause genommen. Der Film spielt im Jahre 2004 im Irak und begleitet eine Einheit der Sprengmittelbeseitigung der US Army. Viel mehr möchte ich auch gar nicht erzählen, schaut euch diesen Film an, es lohnt sich wirklich.
Der blutige Pfad Gottes 2: Fortsetzung des Kultfilms. Kurz und knapp beschrieben ist er durchaus sehenswert, kommt aber nicht an die Klasse seines Vorgängers ran. Die Gewalt wird hier wie schon im ersten Teil als Stilmittel eingesetzt, was sicherlich Geschmackssache ist, mir persönlich in diesem Film aber wirklich gut gefallen hat. Green Zone: Matt Damon in seinem Element. Seit der Bourne-Trilogie ist klar, welche Filme mit Matt Damon besetzt werden sollten. Und Green Zone geht in genau diese Richtung. Er spielt, wie auch The Hurt Locker (s.o.) im Irak und besteht größtenteils aus Kriegshandlungen. Die Story ist vielleicht keinen Oskar wert, aber der Film hat eine gewisse Atemlosigkeit und bringt auch noch ein paar Verschwörungselemente mit. Äußerst sehenswert, wenn auch er nicht an The Hurt Locker herankommt. Wüstenblume: Was für ein Film. Das Drehbuch wurde nach einem autobiografischen Roman erstellt, entspricht also einer wahren Begebenheit. Das Mädchen Waris wächst in der somalischen Wüste auf und flieht, als sie zwangsverheiratet werden soll nach Mogadischu, zu ihrer Großmutter. Diese vermittelt sie an den somalischen Botschafter als Hausmädchen, wodurch sie nach London kommt. Als es zu einem Putsch in Mogadischu kommt, wird der Botschafter aus London abgezogen, Waris aber bleibt. Sie lernt die quietschige Marilyn kennen, welche sie bei sich einziehen lässt. Aus den beiden werden gute Freundinnen und eines Tages wird Waris von einem Fotografen entdeckt, infolge dessen aus ihr eines der erfolgreichsten Models der Welt wird. Und eines schönen Tages steht sie vor der UN und wird zur Botschafterin gegen die nicht nur in Afrika praktizierte Tradition der Frauenbeschneidung. Ein wirklich grausames Ritual, dem Waris den Kampf angesagt hat. Ergänzt wird das Thema durch eine ganze Menge Bonusmaterial auf der Blu-Ray. Nicht nur der Film, die ganze Blu-Ray ist den Kauf mehr als Wert. Den Film sollte wirklich jeder gesehen haben. Er ist emotional, lustig und mitreissend. Kaufbefehl!In the Electric Mist: John Goodman spielt wieder, die Hauptrolle hat trotzdem Tommy Lee Jones bekommen. Spaß beiseite. Der Film spielt in Lousiana, Tommy ist ein Cop und sucht nach dem Mörder an einer jungen Frau. Dabei muss er auch dem arroganten John Goodman immer wieder auf die Füße treten. Zu der Zeit wird ein Film über die Nord-Süd-Kriege der USA gedreht und Tommy beginnt, komische Sachen zu sehen. Der Film ist sicherlich keine Offenbarung, Spaß hatte ich trotzdem. Wer auf Krimidramen mit ein wenig Mystery steht, dürfte mit dem Film gut beraten sein.
Videospiele
Battlefield: Bad Company 2: Den Multiplayer-Modus spiele ich schon eine ganze Weile, kürzlich wollte ich dann aber auch mal die Singleplayer-Story erfahren. Und es hat sich gelohnt. Der MP-Modus ist wirklich sehr spaßig, wenn auch, typisch DICE/EA, von gelegentlichen Bugs immer wieder getrübt. Grafisch und soundtechnisch ist das Spiel einer der besten Shooter, die ich auf der Xbox 360 gespielt habe. Die Story ist witzig, aber trotzdem nicht albern und die Kämpfe sind streckenweise recht anspruchsvoll.
Alan Wake: Lang genug hat es ja gedauert, bis Remedy Entertainment, die auch für die genialen Spiele Max Payne 1 und 2 verantwortlich zeichnen, Alan Wake veröffentlich hat. Bei dem Spiel handelt es sich, so der Hersteller, um einen Psycho-Action-Thriller. Das Genre passt auch ganz gut. Im Spiel schiesst man sich durch Gegnerhorden, die aber alles andere als blöd oder einfach zu besiegen sind. Selbst im einfachsten Schwierigkeitsgrad hatte ich mit einigen Szenen ordentlich zu kämpfen und viele Szenen sind beim ersten Anlauf aus meiner Sicht gar nicht lösbar, was so manches Mal für Frust gesorgt hat. Das Spiel ist in mehrere Kapitel unterteilt, also wie ein Buch, und Alan muss sich gegen die Dunkelheit zur Wehr setzen. Die Dunkelheit ist omnipräsent und taucht in der Gestalt von Menschen auf. Einfach abknallen ist aber nicht, Alan muss zuvor die Dunkelheit mit einer Taschenlampe oder anderen Lichtquellen aus ihnen vertreiben. Licht und Dunkel sind also die grundlegenden Elemente der Story, der doch ein wenig Gruselfaktor anheim ist. Am 27.07. kam der erste Download-Content raus, der für Neukäufer des Titels kostenlos ist, gespielt habe ich ihn aber noch nicht. Ein weiterer Teil ist angekündigt, allerdings ohne Erscheinungsdatum. Ein wirklich toller Titel und sein Geld wirklich wert.
Prince of Persia: The Forgotten Sands: Von den Machern des ersten Teils der zweiten PoP-Generation. Glücklicherweise nicht so übermäßig schwer wie diese ersten Teile, aber selbst im einfachsten Schwierigkeitsgrad manches Mal doch recht fordernd. Die Kämpfe stellen kein Problem dar, aber die für die Serie typischen Geschicklichkeitseinlagen haben es in sich. Auch hier, wie schon bei Alan Wake erwähnt, tauchten immer wieder Szenen auf, die man ohne Vorbereitung einfach nicht bewältigen kann. Na gut, ich kann es nicht ;-). Mir hat das Spiel wirklich Spaß gemacht, es war nur leider viel zu schnell zu Ende.
Splinter Cell Conviction: Ich habe die ersten Teile der Splinter-Cell-Reihe abgöttisch geliebt. Nach den ersten drei Teilen war aber irgendwie die Luft raus. Den aktuellen Teil habe ich mir dann aber doch wieder gekauft, nachdem ich die Demo gespielt hatte. Die Aufmachung ist wirklich richtig cool, so steht das nächste Missionsziel als Text auf Gegenständen wie Mauern, Autos und ähnlichem, anstelle einfach auf dem Bildschirm eingeblendet zu werden. Die Gegner sind anspruchsvoll und kein Kanonenfutter und die Story hält einen auf Trab, man möchte unbedingt wissen, wie es weiter geht. Auch ein Kauftipp, trotz der viel zu kurzen Spielzeit, in der man aber wirklich hervorragend unterhalten wird.
Ubuntu 11.04, das scheinbar umstrittenste Release seit langem ist nun da. Umstritten, weil nicht mehr Gnome, sondern Unity der neue Desktop-Manager ist. Ich persönlich mag ihn eigentlich. Liegt aber vielleicht daran, dass ich generell Veränderungen gerne mag.
Was sich aber nicht ändert ist die Tatsache, dass ich mal wieder einen Mirror für alle verfügbaren Versionen von Ubuntu anbiete:
ubuntu-11.04-desktop-amd64.iso
ubuntu-11.04-alternate-amd64.iso
ubuntu-11.04-alternate-i386.iso
Die letzte Beta habe ich schon ein wenig angetestet und ich mag Unity. Nur schade, dass es ohne 3D-Hardware nicht läuft. Dafür gibt es aber einen Fork namens Unity2D. Eine kleine Google-Suche dürfte euch bei der Installation behilflich sein. Und nun, frohes Saugen.
Die Zeiten der Ordner sind gezählt. Immer mehr verlieren starre Ordnerstrukturen an Relevanz und auch an Sinn.
Google hat das schon vor Jahren erkannt und das klassische Ordnerkonzept bei ihrem E-Mail-Dienst Google Mail über den Haufen geworfen. Dort gibt es keine Ordner mehr. Deren Nachfolger heißen Labels und sind universeller einsetzbar. Musste man im Zeitalter der Ordner eine E-Mail einem einzigen, eindeutigen Ordner zuordnen, kann man dank des Label-Konzepts eine E-Mail (oder einen ganzen Konversationsverlauf) mehreren Themen, Labels, zuordnen. Denn nicht immer kann man den Sachverhalt einer E-Mail oder einer ganzen Konversation einem einzigen Thema zuordnen. Nicht zuletzt dank der integrierten Archiv-Funktion kann man das Inbox-Zero-Konzept verfolgen, ohne jemals wieder eine E-Mail löschen zu müssen. E-Mails lassen sich aber auch ohne die Verwendung von Labels blitzschnell wiederfinden, Google ist nicht umsonst Experte im Finden von Dingen. Eine Suche nach einer bestimmten E-Mail dürfte im Zweifelsfalle also schneller gehen, als in vier Dutzend Ordnern händisch nach einer E-Mail zu suchen.
Aber die fehlende Notwendigkeit, penibel Ordnung halten zu müssen hat sich mittlerweile auch außerhalb des E-Mail-Postfachs manifestiert. Zu verdanken hat der Computerbenutzer das den systemweit funktionierenden Metasuchen, die alle modernen Betriebssysteme mittlerweile implementiert haben. Begonnen hat damit Apple anno 2005, als sie ihrem Betriebssystem Mac OS 10.4 Tiger die systemweite Suche Spotlight spendierten. Spotlight funktioniert wie eine Suchmaschine für den eigenen Computer und weiß immer bescheid, wo welche Dateien mit welchen Inhalten (sofern sie nicht verschlüsselt sind) liegen. Anstatt also aufwändig nach einer Datei unter dutzenden oder gar hunderten zu fahnden, rufe ich einfach Spotlight auf und lasse für mich finden. Windows hat seit Vista eine ähnliche Methodik implementiert, Linux kann das auch schon eine ganze Weile. Diese eingebauten Suchindizes lassen sich aber nicht nur für das Auffinden von Dateien nutzen, Programme lassen sich auf diese Art und Weise auch schneller starten. Anstatt auf meinem iMac ein Programm aufwändig im Programme-Verzeichnis zu suchen oder meinen Schreibtisch bzw. mein Dock mit Verknüpfungen zu verschandeln, drücke ich einfach Alt-Space und gebe die ersten zwei, drei Buchstaben des zu startenden Programms ein. Im Regelfall genügt ein Druck auf die Entertaste, das gewünschte Programm startet. Für Linux gibt es ähnliche Lösungen, unter Windows kann man die eingebaute Suchbox im Startmenü nutzen (Druck auf die Windows-Taste, tippen, Enter drücken).
Der Bereich der Medienverwaltung verzeichnet ähnliche Tendenzen. Wenn ich Musik auf meinen Rechner kopiere, kümmere ich mich nicht um die Ablage, sondern schiebe das Verzeichnis einfach in iTunes. Möchte ich dann mal Musik eines bestimmten Interpreten hören, gebe ich dessen Namen einfach in die Suchbox ein. Wenn ich von einer Fototour wieder komme, klemme ich meine Kamera nur an und überlasse Aperture die Verwaltung meiner Bilddaten. Bin ich der Meinung, dass einige Fotos mehreren Alben zugeordnet werden sollten, ist das kein Problem, doppelte Datenmengen habe ich dadurch nicht.
Natürlich gibt es nach wie vor weiterhin gute Anwendungsfälle für Ordner, im Bereich der eigenen Datenverwaltung kann ich aber keinen mehr entdecken. Mir ist es herzlich egal, wo meine Daten liegen. Ich brauche meinen Kopf für andere Dinge, mein Computer kann das deutlich besser.
Und wieder mal bremst Microsoft das Web aus. Dank der Marktmacht von Microsoft und der immer noch gigantischen Verbreitung von Windows XP kann ein hochgradig wichtiges Feature moderner Webserver nicht uneingeschränkt verwendet werden: SNI.
SNI steht für Server Name Indication und macht möglich, was vorher nicht möglich war. Nämlich auf einer IP mehrere SSL-Zertifikate zu verwenden. Gerade heutzutage, in denen IP-Adresse ein knappes Gut sind ein nahezu unverzichtbares Feature. Aber dank Microsofts Nachlässigkeit für all diejenigen, die aus welchem Grunde auch immer an einer Windows-XP-Maschine mit einem Internet Explorer, unabhängig von der Version, sitzen unzugänglich. Der Grund hierfür erschliesst sich mir nicht, da alle anderen Browser (getestet mit Firefox 3.6.13, Opera 11.01, Safari 5.0.3, Chrome 9.0.597.98) unter Windows XP einwandfrei mitspielen. Außerdem liegt der entsprechende Entwurf seit 2006, also mittlerweile rund fünf Jahren, vor.
Die weiterhin starke Verbreitung von Windows XP und des Internet Explorers macht es zu einer Gratwanderung, SNI tatsächlich im Produktiveinsatz zu betreiben. Nutzbar ist die Technologie dann, wenn man maßgeblichen Einfluss auf die Arbeitsumgebung derer hat, die die SSL-gesicherte Verbindung tatsächlich nutzen sollen. Möchte man aber einen kleinen Onlineshop betreiben, für den sich SSL nahezu aufdrängt, kann man die IP-Adressen-sparende Variante SNI von vornherein ausschliessen, da man sich durch die Verwendung dieser Technologie gegen alle Internet-Explorer-nutzende Windows-XP-Benutzer ausspricht. Eine entsprechende Abfrage des Clients vor Aufnahme der Verbindung ist zwar möglich, aber was möchte man mit den Internet Explorern machen? Sie auf eine ungesicherte Verbindung weiterleiten? Eine Warnmeldung ausgeben lassen? Beides ist eigentlich nicht erstrebenswert. Es bleibt also wieder nur die alte Methode, ein Zertifikat pro IP-Adresse zu verwenden.
Wie schon eingangs erwähnt, mal wieder ist Microsoft eine bremsende Kraft beim Fortschritt im Web. Wie sie es schon seit Jahren sind, spätestens nämlich seitdem der Internet Explorer 6 als veraltet gilt, was seit nunmehr bestimmt sieben Jahren der Fall ist…
Aus einem mir nicht so wirklich ersichtlichen Grunde ist in den OpenVZ-Templates von Debian und Ubuntu (die anderen habe ich noch nicht getestet) die bash-autocompletion deaktiviert. Gerade wer viel mit aptitude oder dessen Bruder apt-get arbeitet, wird diese Autovervollständigung aber schmerzlich vermissen.
Aktiviert wird sie wie folgt:
In der Datei /etc/bash.bashrc müssen die folgenden Zeilen ohne die Kommentarzeichen (ausgenommen von der ersten Zeile, die ist nämlich tatsächlich ein Kommentar) stehen:
# enable bash completion in interactive shells
if [ -f /etc/bash_completion ]; then
. /etc/bash_completion
fiDas Paket bash-autocompletion muss installiert sein:
sudo aptitude install bash-autocompletion
Beim nächsten Anmelden sollten die Autovervollständigungen nun funktionieren. In meinen Tests hat das sowohl bei Debian 5.0 als auch Ubuntu 10.04 funktioniert.
Rails-3-Anwendungen in Verbindung mit Nginx liefern 0 Byte große Dateien aus. Um das zu verhindern, muss in der config/environments/production.rb die entsprechend gekennzeichnete Zeile aktiviert werden:
# For nginx: config.action_dispatch.x_sendfile_header = 'X-Accel-Redirect'
Nach einem Neustart der Anwendung sollten die Dateien korrekt an euren Browser geliefert werden.
Quelle: http://stackoverflow.com/questions/3724853/rails-sends-0-byte-files-using-sen...
Kleine Notiz, auch für mich selbst. Wer aus einer PostgreSQL-Datenbank mal flott alle Duplikate löschen möchte, kann wie folgt vorgehen:
DELETE FROM tabellenname WHERE feldmituniquekey NOT IN (SELECT MAX(dup.feldmituniquekey) FROM tabellenname As dup GROUP BY dup.doppeltezeile1, dup.doppeltezeile2, dup.doppeltezeile3, dup.doppeltezeile4);
Die Anzahl der GROUP-BY-Felder kann beliebig erweitert werden, um das versehentliche Löschen von teilweise identischen Datensätzen zu verhindern.
Um die Vorteile eines LTS-Release von Ubuntu (aktuell 10.04.2) weiterhin genießen zu können, ohne auf aktuelle Software verzichten zu müssen, gibt es unter Ubuntu die so genannten PPAs, Personal Package Archives. Das sind separate Repositorys, mit denen man sein Ubuntu füttern kann um Pakete über die Paketverwaltung zu installieren, die aus irgendeinem Grunde noch keinen Weg in die offiziellen Repositorys der Distribution gefunden haben. Canonical verfolgt die Philosophie, innerhalb eines Release keine Versionssprünge der ursprünglich ausgelieferten Software mitzumachen. Was sehr schade ist, hängt man doch so auf PostgreSQL 8.4, Git 1.7 und Nginx 0.7 fest. Dank einiger fleissiger Paketschnürer gibt es aber PPAs, die genau diese Probleme beheben. Da ich alle drei zuvor genannten Anwendungen/Dienste regelmäßig und auf verschiedenen Servern nutze, habe ich mir dafür entsprechende PPAs rausgesucht.
Um PPAs zum System hinzuzufügen, bietet sich das Kommando add-apt-repository an. Sollte das Kommando nicht gefunden werden können, leistet folgender Befehl Abhilfe:
sudo aptitude install python-software-properties
Dieses Kommando fügt das Repository zur Apt-Sources-Liste hinzu und importiert gleich den passenden GPG-Schlüssel.
Fügen wir nun nacheinander die drei zuvor erwähnten PPAs hinzu:
sudo add-apt-repository ppa:nginx/stable sudo add-apt-repository ppa:git-core/ppa sudo add-apt-repository ppa:pitti/postgresql
Ein abschließendes sudo aptitude update nicht vergessen und schon sind die aktuellen Versionen von Nginx, Git und PostgreSQL via apt/aptitude verfügbar.
Immer wieder stehe ich vor dem gleichen Problem, der Blogbeitrag soll also auch gleichzeitig als Gedächtnisstütze für mich dienen.
Für mein Standardsetup verwende ich als Webserver nginx (Anzahl Worker = Anzahl Cores), als Rails-Applicationserver kommt thin mit zwei Workern zum Einsatz. Eine Standardkonfiguration könnte nun beispielsweise so aussehen:
# /etc/nginx/sites-available/my-site.de
upstream my-site {
server unix:/tmp/thin.my-site.0.sock;
server unix:/tmp/thin.my-site.1.sock;
}
server {
listen 80;
server_name my-site.de www.my-site.de;
access_log /var/www/my-site.de/www/logs/access.log;
error_log /var/www/my-site.de/www/logs/error.log;
root /var/www/my-site.de/www/htdocs/public/;
index index.html;
location / {
proxy_set_header X-Real-IP $remote_addr;
proxy_set_header X-Forwarded-For $proxy_add_x_forwarded_for;
proxy_set_header Host $http_host;
proxy_redirect off;
if (-f $request_filename/index.html) {
rewrite (.*) $1/index.html break;
}
if (-f $request_filename.html) {
rewrite (.*) $1.html break;
}
if (!-f $request_filename) {
proxy_pass http://my-site;
break;
}
}
}In Verbindung mit dieser /etc/thin/my-site.yml funktioniert eine Rails-Anwendung auch einwandfrei:
--- pid: tmp/pids/thin.pid wait: 30 timeout: 30 log: log/thin.log max_conns: 1024 require: [] environment: production max_persistent_conns: 512 servers: 2 daemonize: true chdir: /var/www/my-site.de/www/htdocs socket: /tmp/thin.sock
Sämtlicher Traffic läuft bei diesem Setup unverschlüsselt über Port 80, also Standard-http. Wenn man nun aber ein Login, bspw. für ein CMS wie Radiant, realisieren möchte, wäre es natürlich wünschenswert, den Traffic verschlüsselt über Port 443, also https, laufen zu lassen. Notwendig ist das aber aus meiner Sicht nur bei Zugriffen auf das Admin-Backend. Im nachfolgenden Setup werden sämtliche Anfragen auf http://www.my-site.de/admin/{IRGENDWAS} auf https://www.my-site.de/admin/{IRGENDWAS} umgeleitet. Requests auf die Website selbst bleiben von der Umleitung also unberührt.
# /etc/nginx/sites-available/my-site.de
upstream my-site {
server unix:/tmp/thin.my-site.0.sock;
server unix:/tmp/thin.my-site.1.sock;
}
server {
listen 80;
server_name my-site.de www.my-site.de;
access_log /var/www/my-site.de/www/logs/access.log;
error_log /var/www/my-site.de/www/logs/error.log;
root /var/www/my-site.de/www/htdocs/public/;
index index.html;
rewrite ^/admin/(.*) https://www.my-site.de/admin/$1 permanent; # Rewrite-Regel für die Umleitung aller Anfragen auf /admin
location / {
proxy_set_header X-Real-IP $remote_addr;
proxy_set_header X-Forwarded-For $proxy_add_x_forwarded_for;
proxy_set_header Host $http_host;
proxy_redirect off;
if (-f $request_filename/index.html) {
rewrite (.*) $1/index.html break;
}
if (-f $request_filename.html) {
rewrite (.*) $1.html break;
}
if (!-f $request_filename) {
proxy_pass http://my-site;
break;
}
}
}
server {
listen 443;
server_name my-site.de www.my-site.de;
ssl on;
ssl_certificate /etc/ssl/certs/startssl.crt;
ssl_certificate_key /etc/ssl/private/startssl.key;
ssl_ciphers ALL:!ADH:!EXPORT:!SSLv2:RC4+RSA:+HIGH:+MEDIUM;
ssl_protocols SSLv3 TLSv1;
access_log /var/www/my-site.de/www/logs/access.log;
error_log /var/www/my-site.de/www/logs/error.log;
root /var/www/my-site.de/www/htdocs/public/;
index index.html;
location / {
proxy_set_header X-FORWARDED_PROTO https;
proxy_set_header X-Real-IP $remote_addr;
proxy_set_header X-Forwarded-For $proxy_add_x_forwarded_for;
proxy_set_header Host $http_host;
proxy_redirect off;
if (-f $request_filename/index.html) {
rewrite (.*) $1/index.html break;
}
if (-f $request_filename.html) {
rewrite (.*) $1.html break;
}
if (!-f $request_filename) {
proxy_pass http://my-site;
break;
}
}
}Meine Zertifikate beziehe ich übrigens zumeist von StartSSL. Die Zertifikate kosten nichts und werden trotzdem von allen aktuellen Browsern akzeptiert. Nur den grünen Hintergrund bekommt man mit diesem Zertifikat nicht, was ich persönlich aber als unkritisch einstufe. Googles Chrome wird derzeit aber leider nicht für die Erstellung der Zertifikate unterstützt, mit der aktuellen Version von Apples Safari geht’s aber einwandfrei.
Kurz noch zur Erklärung, wieso nginx und thin:
Von Fall zu Fall mag die Eignung der Alternativen eher gegeben sein, ich habe aber ziemlich gute Erfahrungen mit diesem Setup gemacht. Es ist einfach zu administrieren und äußerst performant.
Ein kleiner Tipp noch zum Schluss. Um sowohl thin als auch nginx in den aktuellen Versionen zu fahren, benutze ich folgende Wege der Installation:
nginx installiere ich über das eigens dafür bereitgestellte PPA, welches wie folgt in Ubuntu 10.04 LTS oder neuer eingebunden werden kann:
nginx=stable # use nginx=development for latest development version sudo su - add-apt-repository ppa:nginx/$nginx apt-get update apt-get install nginx
thin installiere ich aus den Ruby-Gems heraus und nutze dann den komfortablen Installer, den die Jungs mitliefern:
sudo gem install thin sudo thin install sudo /usr/sbin/update-rc.d -f thin defaults
Um die Anwendungsumgebungen nicht händisch erstellen zu müssen, kann man das thin-Kommando benutzen:
sudo thin config -C /etc/thin/my-site.yml -c /var/www/my-site.de/www/htdocs --servers 2 -socket /tmp/thin.my-site.sock -e production
Dieser Befehl erstellt eine Konfigurationsdatei für thin, wie sie weiter oben zu sehen ist.
Die Cloud, das Buzzword des letzten Jahres, ist in aller Munde. Und hat auch schon erste Federn lassen müssen. Was die Cloud eigentlich kennzeichnet, ist nahezu grenzenlose Skalierbarkeit. Wenn es nach den Befürwortern der Cloud geht, bucht niemand mehr physikalische Maschinen, sondern Speicherplatz, RAM, Rechenleistung in dem Umfang, den er benötigt. Wird zwischenzeitlich mal mehr gebraucht, dreht man kurz an der entsprechenden Schraube und zahlt eben für die Zeit ein wenig mehr. Es gibt unheimlich viele Anbieter, gerade Amazon, eigentlich Interneteinzelhändler, hat in diesem Bereich von sich reden gemacht. Amazon bietet alles denkbare an Cloud-Dienstleistungen an, was man sich nur so vorstellen kann. Genau das ist dem Wikileaks-Projekt zum Verhängnis geworden, weil der Anbieter somit auch am einzigen Hebel sitzt. Legt er den um, ist Feierabend. Amazon bietet zwar eine recht große Produktpalette an, alles abdecken tun sie dann aber auch nicht.
Wer beispielsweise Rails-Anwendungen in der Cloud laufen lassen möchte, ist auf andere Dienstleister angewiesen. In den letzten Jahren hat sich ein Anbieter namens Heroku einen Namen in der Community gemacht. Erst kürzlich wurde Heroku von salesforce.com, einem großen Anbieter von Geschäftsanwendungen, für rund 212 Mio. US-$ aufgekauft.
Heroku hat ein für den Entwickler sehr effizient zu nutzendes und einfaches Deployment-Verfahren entwickelt, welches komplett Git- und Rake-gestützt ist. Der Rails-Entwickler muss sich also nicht mit der Administration und Konfiguration von Webservern herumärgern. Ein Vorteil gegenüber den klassischen Rails-Hostern, von denen es ohnehin relativ wenige gibt ist, dass man nicht auf die vom Hoster installierten Ruby-Gem-Versionen angewiesen ist, sondern seine eigenen Versionen spezifizieren kann, wie man es von seiner Entwicklungsmaschine her kennt.
Wer reine Rails-3-Anwendungen deployen möchte, hat seine Anwendung binnen weniger Minuten online:
sudo gem install heroku git init heroku create git add . git commit -a -m 'first deployment commit to Heroku' git push heroku master heroku rake db:migrate heroku open
Das war es schon. Die Anwendung sollte online sein und sich im Browser geöffnet haben.
Bei Rails-2-Anwendungen gestaltet sich das Deployment etwas schwieriger, aber auch nicht viel. Bevor man die oben erwähnte Befehlskette anschubsen kann, muss erst einmal eine Datei namens .gems erstellt werden. In dieser müssen dann alle erforderlichen Gems, ggf. inklusive Versionsnummer notiert werden. Beispiel:
rails --version 2.3.5 i18n --version 0.4.2 rack --version 1.0.1
Erst dann darf deployed werden. Neben den oben erwähnten Möglichkeiten gibt es aber noch viele weitere, die allesamt auf den wirklich tollen Support- und Dokumentations-Seiten von Heroku dokumentiert sind. So kann man, sofern man bereits lokal PostgreSQL verwendet, seinen kompletten Datenbankinhalt mittels heroku db:push in die Anwendung bei Heroku pushen. PostgreSQL ist übrigens die einzige Datenbank, die von Heroku angeboten wird. Laut Heroku deswegen, weil sie dort die optimale Kombination zwischen Zuverlässigkeit, Datenintegrität und Geschwindigkeit sehen. Ein Statement, das ich durchaus unterschreiben kann. Das heroku-Gem ist äußerst mächtig und bietet einem Zugriff auf sämtliche installierbare Add-Ons (s.u.), auf die Logs und noch vieles mehr. Eine Studie der Dokumentation ist empfehlenswert.
Ab sofort kann dann direkt in den Anwendungscontainer bei Heroku deployed werden, indem man ein ganz reguläres Git-Commit erstellt. Einfacher geht es kaum noch.
Nachdem die erste Version der Anwendung deployed wurde, kann man sie um einige tolle, teilweise auch kostenlos nutzbare Add-Ons erweitern. Dazu gehören nützliche Erweiterungen wie CNAME-Einträge für die Anwendung (damit man sie auch unter einer eigenen (Sub-)Domain betreiben kann), Jasondb, MongoDB und CouchDB für die NoSQL-Anhänger unter uns, Exception-Tracker, Echtzeitsuche, New Relic, SMS-Gateways, automatisierte Datenbankbackups, etc. Manche kosten gar nichts, manche nur wenig Geld, andere wiederum sind recht teuer (wobei teuer mal wieder relativ ist). Dolle ins Geld geht ein SSL-Zertifikat, da solche Zertifikate weiterhin IP-basiert sind, was bei einem Cloud-basierten Dienst natürlich recht finster werden kann.
Apropos Kosten: jeder kann bei Heroku beliebig viele Anwendungen hosten lassen, die auch erst mal nichts kosten, in der Leistungsfähigkeit aber arg eingeschränkt sind. Benötigt man mehr Ressourcen, muss man in die Tasche greifen, ab ca. 36 US-$ (0,05 $-Cent pro Stunde) monatlich geht es los. Dabei unterteilt Heroku in Dynos und Worker. Dynos beschleunigen das Frontend, Worker die Hintergrundprozesse der Rails-Anwendung. Der Maximalausbau liegt bei 24 Dynos und 24 Workern, wofür dann aber auch 2,35 US-$ pro Stunde, oder umgerechnet rund 1.700 US-$ monatlich anfallen. Die Performancestufe dürfte aber auch „gehobenen“ Ansprüchen genügen.
Damit ist aber noch nicht Schluss, denn eine dedizierte Datenbank ist bei dem Preis noch nicht inklusive. Kostenlos gibt es 5 MB Shared Database, für 20 US-$ monatlich 20 GB Shared Database. Wer gern eine dedizierte Datenbank hätte, muss bspw. für den kleinsten Tarif Ronin 200 US-$ monatlich berappen. Dafür erhält er 16 gleichzeitige Verbindungen, 1,7 GB RAM und 1 computing unit. Für 6.400 US-$ gibt es 400 Verbindungen, 68 GB RAM und 26 computing units. Wer’s braucht…
Herokus Dateisystem ist read-only, Dateiuploads lassen sich also nicht realisieren. Hierzu kann/sollte man, auch laut Heroku-Dokumentation, auf Anbieter wie Amazon S3 ausweichen. Für Rails-Anwendungen gibt es diverse Möglichkeiten, Uploads zu Amazons S3 (Simple Storage Service) aus der Anwendung heraus zu realisieren. Namentlich erwähnt werden Attachment-Fu und Paperclip. Eine persönliche Präferenz kann ich hier abgeben, ich hab mit beiden noch nicht gearbeitet. Heroku empfiehlt im Übrigen generell, große Dateien, die die Applikation zum Download bereitstellen soll, aus Performancegründen zu S3 oder ähnlichen Services auszulagern, weil das Dateisystem von Heroku nicht für derartige Anwendungszwecke konzipiert und optimiert wurde.
Um die Performanceunterschiede messen zu können, habe ich eine Installation von Redmine bei Heroku vorgenommen. Das Deployen dieser Anwendung ist leider nicht total trivial, die einzelnen Schritte habe ich deswegen in einem Gist (welcher auch noch mal ganz unten eingebettet ist) niedergeschrieben.
Zum Ergebnis meiner Benchmarks, gemessen auf einer Projektübersichtsseite mit ab -c 50 -n 200:
Die Anzahl der Worker wirkt sich also in keiner Weise auf die Anwendungsperformance aus, die Anzahl der Dynos hingegen beträchtlich. Den größten Gewinn (prozentual gesehen) bekommt man hier, wenn man von dem einen kostenlosen Dyno auf einen zweiten, kostenpflichtigen aufrüstet. Die monatlichen Kosten liegen mit diesem bei rund 36 US-$, also umgerechnet in etwa 27 €. Eigentlich nicht zu viel verlangt, man darf nur nicht vergessen, dass in diesem Preis noch kein Storage und nur 5 MB an Datenbankplatz inklusive ist.
Zum Vergleich: mein nicht optimierter Root-Server (Athlon64 X2 6.400+, 4 GB RAM, OpenVZ) liefert rund 10,5 Requests pro Sekunde. Den muss ich natürlich selbst administrieren, warten, etc. Und das Deployment ist auch längst nicht so bequem bzw. müsste erst mal von mir auf diesen Bequemlichkeitslevel gebracht werden.
Heroku bietet für einen akzeptablen Preis einen wirklich tollen und performanten sowie äußerst flexiblen Service an. Für den Rails-Entwickler, der keine Lust hat, sich mit der Einrichtung und Administration eines Rails-fähigen Webservers rumzuschlagen und ggf. auftretende Probleme zu beheben ist Heroku aus meiner Sicht optimal. Zumal man hier nicht gleich einen zweiten Server hinzu kaufen muss, nur weil die Anwendung an ein oder zwei Stunden am Tag mal mehr Ressourcen braucht, als es die eigene Hardware zulässt. Die Anmeldung kostet nichts und das Deployen der eigenen (oder fremden) Anwendung genau so wenig. Einem Versuch steht also nichts im Wege. Viel Spaß dabei.
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1. Redmine unter http://www.redmine.org/projects/redmine/wiki/download herunterladen 2. Archiv entpacken 3. Ins Verzeichnis wechseln und eine Datei namens .gems mit folgendem Inhalt erstellen: rails --version 2.3.5 i18n --version 0.4.2 rack --version 1.0.1 faker random_data memcached-northscale 4. Die folgenden Repositories nach RAILS_ROOT/vendor/plugins clonen: https://github.com/edavis10/redmine_heroku.git https://github.com/tigrish/redmine_s3.git 5. Die Datei .gitignore editieren und die drei folgenden Zeilen entfernen: /config/email.yml /config/initializers/session_store.rb /public/plugin_assets 6. Git-Repo erstellen, alle Dateien und Verzeichnisse hinzufügen git init git add . 7. Git Submodules aus den Plugins entfernen, da Heroku (noch) keine Submodules unterstützt: git rm --cached vendor/plugins/pluginverzeichnis Hier bitte beachten, unter keinen Umständen einen abschliessenden / zu setzen. 8. S3-Plugin konfigurieren, indem in der Datei RAILS_ROOT/config/s3.yml die Zugangsdaten nach folgendem Muster eingefügt werden: production: access_key_id: ACCESS_KEY_ID secret_access_key: SECRET_ACCESS_KEY bucket: BUCKET_NAME development: access_key_id: ACCESS_KEY_ID secret_access_key: SECRET_ACCESS_KEY bucket: BUCKET_NAME 9. RAILS_ROOT/config/database.yml erstellen, damit das Heroku-Plugin funktioniert, folgende Inhalte einfügen: production: adapter: sqlite3 database: db/production.db development: adapter: sqlite3 database: db/development.db 10. Rake-Task für das Heroku-Plugin ausführen, damit der Session-Store an der korrekten Stelle landet: rake heroku:setup Dieser Rake-Task führt auch gleich einen Commit durch. 11. Anwendung zu Heroku pushen, Datenbankstruktur migrieren, Anwendung im Browser öffnen git push heroku master heroku rake db:migrate heroku open 12. Mit admin:admin anmelden und auf Administration klicken, korrekte Sprache auswählen und Standardkonfiguration laden. Fertig! |
In diesem Artikel möchte ich kurz beschreiben, wie es aus meiner Sicht um den Ubuntu-Desktop bestellt ist und ob er in der Lage ist, kommerzielle Betriebssysteme zu ersetzen. Dies soll keine repräsentative Studie werden, nur ein persönlicher Eindruck des aktuellen Stands, auf dem sich Ubuntu befindet, im mehr oder minder direkten Vergleich mit der kommerziellen Konkurrenz.
1. Installation
Die Installation eines Ubuntu auf einer leeren Festplatte könnte nicht einfacher sein. Der Benutzer muss kaum eine Entscheidung treffen, bis auf die obligatorische Kombination aus Benutzernamen und Kennwort. Während der Installation ist es ratsam, den Rechner an einer aktiven Internetverbindung zu betreiben, damit so einige Updates schon während der Installation eingespielt werden können. Nichtsdestotrotz folgt direkt nach dem ersten Neustart erst mal eine Updateorgie. Diese hält sich im direkten Vergleich zu Windows oder gar Mac OS X aber erfreulich in Grenzen. Nach einem Schub bestehend aus Download und Installation sind alle Updates eingespielt. Befand sich ein Kernelupdate unter den Downloads, muss der Rechner zum Abschluss neu gestartet werden. Installiert man ein Mac OS X Snow Leopard, müssen die Updates in zwei „Schichten“ eingespielt werden, ein Neustart ist auch hier auf jeden Fall erforderlich. Bei Windows 7 sind es gar drei Durchläufe gepaart mit zwei recht zeitfressenden Neustarts. Zugutehalten muss man hier natürlich Windows 7 und Snow Leopard, dass sie schon ein Weilchen länger auf dem Markt sind und so naturgemäß mehr Updates angefallen sind. Auf der anderen Seite aktualisiert Ubuntu nicht nur sich, sondern auch gleich noch jede Anwendung, die vorinstalliert ist. Die Installationsassistenten von OS X und Windows 7 verlangen dem Benutzer aber auch kaum noch Fachkenntnisse ab, sodass sich Ubuntu hier auf einer Stufe mit OS X befindet, Windows aber nur knapp abgeschlagen auf Platz 2 landet. Ein neckisches Feature des OS-X-Installers: mittels der eingebauten Webcam eines jeden Mac wird ein Fotos des Benutzers gemacht und dessen Benutzerprofil zugewiesen. Braucht keiner, nett ist es trotzdem.
2. Vorinstallation
Die standardmäßig vorinstallierte Auswahl an Anwendungen ist nahezu vorbildlich. Beinahe jeder Anwendertyp kann sofort mit der Arbeit beginnen und muss sich nicht erst mühsam beispielsweise ein Office-Paket organisieren. Vorinstalliert sind Standardanwendungen wie ein Office-Paket (namentlich OpenOffice.org), ein Personal-Information-Mananger à la Outlook (Evolution), ein Browser (Firefox), ein Instant-Messenger (Empathy, kompatibel mit ICQ, MSN, Yahoo, GTalk, etc.), eine Bildverwaltung, einige Spiele, ein Texteditor, ein Terminal, eine Anwendung für Windows-RDP-Verbindungen und so weiter. Für den Normalanwender bleiben hier, wenigstens was die Ausstattung angeht, keinerlei Wünsche offen. Der Ubuntu-Desktop sieht nach der Installation sehr aufgeräumt aus, keinerlei Icons auf dem Schreibtisch blockieren die Sicht, alle Anwendungen befinden sich fein säuberlich sortiert im Anwendungen-Menü oben links auf dem Bildschirm. Hier müssen sich Mac OS X und Windows eindeutig hinten anstellen, mit deren Vorinstallation kann man nur bedingt arbeiten. Unter Windows ist nicht mal ein zeitgemäßer Browser vorinstalliert (was ulkigerweise auch für das neue Windows Phone 7 gilt), eine brauchbare E-Mail-Anwendung findet man auch nicht vor. Unter OS X ist die Lage etwas besser, aber Preise kann Apple hiermit auch nicht gewinnen. Etwas verbessern kann man die Lage, indem man das iLife-Paket, welches sich im Lieferumfang eines jeden Macs befindet, installiert. Jetzt sind wenigstens Anwendungen für die Bildverwaltung, Audioschnitt, Websiteerstellung, etc. installiert. Außerdem muss man den eingebauten Tools von OS X im Schnitt einen deutlich höheren Funktionsumfang bescheinigen. So kann der OS-X-Nutzer (wie sein Ubuntu-nutzender Kollege auch) sofort nach der Installation PDF-Dateien öffnen, Dokumente in PDF-Dateien umwandeln, Fotos rudimentär nachbearbeiten (beschneiden, Sättigung/Helligkeit verändern, etc.), außerdem ist der vorinstallierte Browser einer der modernsten derzeit erhältlichen, hier kann der unter Ubuntu installierte Firefox nicht mithalten. Windows steht hier mal wieder ganz hinten an, die genannten Funktionen sucht man dort vergebens.
3. Softwaresuche, -installation und -pflege
Hier scheiden sich die Geister. Seit Ubuntu 10.04 gibt es unter Ubuntu das Software Center, seit gestern, also dem 06.01.2011, gibt es unter OS X den Mac App Store. Beide verfolgen den gleichen Ansatz: eine zentrale Anlaufstelle für den Benutzer zu schaffen, wo er sich seine Software aussuchen, ggf. bezahlen und gleich installieren kann, ohne stundenlang Google quälen zu müssen. Ich persönlich finde diesen Ansatz sehr gut, andere wiederum befürchte, insbesondere im Falle von OS X, dass dieser Weg dazu führt, dass andere Wege der Softwareinstallation bald nicht mehr existieren werden. Unter Windows gibt es (meinem Kenntnisstand nach) nichts vergleichbares. Der Windows-User muss sich also nach wie vor als Jäger und Sammler betätigen und sich seine Software mühsam aus den Weiten des Internets zusammenklau(b)en (sorry, das Wortspiel konnte ich mir nicht verkneifen). Während Ubuntu- und Mac-User jetzt also eine zentrale Anlaufstelle für ihre Software haben, sind Windows-Benutzer weiterhin auf dubiose Heft-CDs oder, sofern vorhanden, ihre Fähigkeiten in der Bedienung von Suchmaschinen angewiesen. Während unter Ubuntu der Gedanke konsequent fortgesetzt wurde und über das Software-Center installierte Software auch deinstalliert werden kann, muss der Mac-User hier selbst Hand anlegen. Nach wie vor aber gestaltet sich die Installation und Pflege von Software unter Windows am schwierigsten: setup.exe suchen, herunterladen, auf Viren prüfen, Weiter, Lizenzbedingungen akzeptieren, Weiter, Weiter, Fertigstellen, Verknüpfungen vom Desktop löschen… umständlich. Unter OS X war es bisher so, dass eine Installation darin bestand, das DMG mit der Anwendung herunterzuladen und das Icon in den Anwendungen-Ordner zu ziehen. Genial einfach, einfach genial. Aber suchen musste man die Software, bis gestern, noch selbst. Unter Linux hingegen ist dieses zentrale Softwareverwaltungssystem schon lange Zeit gang und gäbe. Auch die Updates kommen auf diesem Wege. Am wartungsfreundlichsten ist somit der Ubuntu-Desktop, mehr oder minder dicht gefolgt von OS X, Schlusslicht bildet Windows. Wie ich eingangs schon erwähnte, hier scheiden sich die Geister. Manche bevorzugen den Windows-Weg, wieso auch immer… objektiv betrachtet ist es der schwierigste und fehleranfälligste.
4. Innovationen
Tja, die sucht man unter Windows vergebens, machen wir uns nix vor. Damit möchte ich jetzt nicht sagen, dass OS X und Ubuntu vor Innovationen nur so strotzen, Windows kann hier trotzdem nicht Schritt halten. In den letzten Jahren ist der Trend von „ gibt’s nur für Windows“ eindeutig gekippt und vielerorts in das Gegenteil umgeschlagen: „Gibt’s nur für OS X“. Viele kleine Helferlein, die es unter OS X schon längere Zeit gibt, scheinen ihren Weg, auch in Form einer Kopie, nicht auf die Windows-Plattform zu finden. Ich denke hierbei konkret an Projekte wie Alfred App, CloudApp, GrabBox, LittleSnapper, Growl, Dropzone und so weiter. Vom Polishing, also der optischen Finesse der meisten Mac-Applikationen, abgesehen, haben viele dieser Ideen mittlerweile in Form von Open-Source-Projekten ihren Weg zur Linux-Plattform gefunden, Alfred und Growl beispielsweise werden mittlerweile sehr ordentlich unter Ubuntu nachempfunden. Auch die eingebauten innovativen Helfer von OS X wie das Dock, der Dateischnellbetrachter Quick Look oder die äußerst praktische Funktion Exposé haben mittlerweile Pendants unter Linux. Wobei man zum Dock sagen muss, dass Microsoft hier fast das bessere Dock geschaffen hat. Das Grundkonzept von Dock und Taskleiste unterscheidet sich kaum noch, aber die eingebaute Fenstervorschau unter Windows 7 ist ein Schritt, den man bei Apple scheinbar nicht gehen wollte. Was ich bei sehr vielen Fenstern aber sogar verstehen kann. Unpraktisch ist es trotzdem nicht.
5. Gerätetreiber
Noch immer eines der größten Probleme, wenn man auf das freie Betriebssystem setzen möchte. Wer kann, sollte sich noch vor dem Kauf eines Neugeräts, egal ob Desktop-PC oder Notebook, erkundigen, ob eine vollständige Kompatibilität zu Ubuntu gewährleistet ist. Es ist leider auch heute noch nicht selbstverständlich, dass sofort alles Out-of-the-Box läuft und es kann durchaus passieren, dass man Treiber per Hand kompilieren oder wenigstens aufwändig konfigurieren muss. Meiner Erfahrung nach sind die Jungs beim Ubuntu-Projekt aber wirklich schnell. Kauft man kein nagelneues Gerät, welches erst seit Wochen auf dem Markt ist, ist die Wahrscheinlichkeit recht groß, dass funktionierende Treiber für die Wunschhardware vorliegen. Mac OS und Windows geht es hier deutlich besser, selbst für Mac OS liefert mittlerweile nahezu jeder Hersteller passende Treiber mit. Eine Ausnahme bildet hier die Situation der Druckertreiber: ich habe es gerade in letzter Zeit immer häufiger erlebt, dass ich Drucker unter Ubuntu mit weniger Aufwand als unter Windows und sogar mit weniger Aufwand als unter OS X installieren konnte, da gerade der Bereich der Laserdrucker mittlerweile scheinbar fast vollständig Linux-kompatibel ist. Der Assistent identifiziert das Gerät, holt den Treiber aus dem Repository, installiert ihn und man kann drucken.
6. Zukunft
Wie ich sie sehe. Ubuntu wird immer mehr zu einem OS-X-Clon, was nicht zwingend etwas schlechtes ist. So kommen auch die, die sich bisher nichts von Apple leisten konnten oder wollten in den Genuss einer hervorragenden Usability und User Experience (Buzzwords, jaja…). Mark Shuttleworth selbst war es schließlich, der seine Entwickler offen dazu anstachelte, bei Apple abzugucken. Was Microsoft zwar auch tut, aber eben unter der Hand. Unbestreitbar ist der Fakt, dass sehr viele der Apple-Features derzeit von der Konkurrenz imitiert werden, was aber wie gesagt nicht unbedingt was schlechtes ist. Microsoft sollte aus meiner Sicht endlich mal den notwendigen Schritt tun und die Basis des Systems austauschen, um die ganzen Altlasten loszuwerden. So, wie Apple es vor rund 10 Jahren getan hat. Zum Abschluss möchte ich noch sagen, dass ich Windows nicht per se als schlecht bezeichne, beileibe nicht, es ist nur einfach schlechter als die Konkurrenz. Dies allein aber macht es noch nicht zu einem schlechten Betriebssystem.
7. Fazit
Wer mit seinem Computer nur Briefe und E-Mails schreibt, dem kann es herzlich egal sein, welches OS er benutzt, glücklich dürfte er mit allen werden. Ubuntu hat hier ganz klar den Kostenvorteil auf seiner Seite, Windows den Vorteil des gewohnten. Wer gerne Computerspiele spielt, sollte nach wie vor zu Windows greifen, auch wenn sich in diesem Bereich das Blatt bereits zu wenden begonnen hat. Immer mehr auch kommerzielle Titel finden ihren Weg auf den Mac oder in Ubuntu (Linux im Allgemeinen). Wer kreativ ist, mit vielen Daten zu arbeiten hat und gern innovative Software-Ideen vorfinden möchte, sollte derzeit zum Mac greifen, der Workflow ist auf dem Mac derzeit einfach am flüssigsten. Ubuntu holt aber stark auf und Windows hat seit Version 7 auch wieder an Tempo zugelegt, bildet dennoch das Schlusslicht dieses Trios. Die Arbeitsgeschwindigkeit (Wechsel von Anwendungen, Auffinden von Daten, Starten von Programmen, zur Verfügung stellen von Daten wie Screenshots, etc.) die ich unter OS X erreiche, kenne ich derzeit von keinem anderen Betriebssystem, was natürlich eine gewisse Phase der Eingewöhnung voraussetzt. In größeren Betrieben ist Windows natürlich nach wie vor nicht wegzudenken, zu viele Anwendungen, die es nur für Windows gibt und deren Portierung wahnsinnig teuer wäre, ist dort installiert und im Einsatz. Das ist hier aber eher weniger eine Frage des Betriebssystems und dessen Komfort oder Leistungsfähigkeit, wie gern in den bekannten Flame-Wars ins Felde geführt wird, sondern eher eine Geldfrage.
Im Augenblick setze ich die erste Kundenpräsenz mit dem auf Ruby on Rails basierenden CMS Radiant auf. Einen etwas ausführlicheren Artikel zu diesem Thema werde ich bei Zeiten auch noch veröffentlichen. An dieser Stelle möchte ich aber erst mal eine Fehlerquelle enttarnen, die mich etwas Gebastle gekostet hat.
Die eingangs erwähnte Website soll auch ein Kontaktformular enthalten. Zu diesem Zwecke habe ich die Erweiterung Radiant Forms Extension von Dirk Kelly verwendet. Ich habe mich bei der Einrichtung der Extension strikt an die Informationen der README gehalten, trotzdem kamen die über das Formular eingegebenen Daten nicht an.
Um die Extension mit einem Google-Apps- oder Google-Mail-Konto zu verwenden, scheint folgender Inhalt für die Konfigurationsdatei erforderlich zu sein:
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 |
ActionMailer::Base.raise_delivery_errors = true ActionMailer::Base.delivery_method = :smtp ActionMailer::Base.smtp_settings = { :tls => true, :enable_starttls_auto => true, :address => "smtp.gmail.com", :port => '587', :domain => "domainname.tld", :authentication => :plain, :user_name => "user@domain.tld", :password => "yourpassword" } |
Mittels dieser Konfiguration versendet die Extension tadellos die im Formular eingegebenen Mails.
Für mich auch ein Stolperstein waren die Tags. Mittlerweile ist die README angepasst, ich bin aber noch über eine veraltete Version gestolpert. Achtet also darauf, dass ihr auch die korrekten Tags, nämlich r:form:read und nicht r:get, verwendet. Die aktuelle README aber wie gesagt enthält bereits die korrigierten Daten.
Die ThinkPad-Edge-Reihe aus dem Hause Lenovo ist eine optisch recht attraktive und günstige Möglichkeit, an ein Subnotebook zu kommen. Wunder in Sachen Akkulaufzeit dürfen hier natürlich nicht erwartet werden. Aber das Notebook ist trotz des Single-Core-Prozessors von AMD, der in meinem Modell verbaut ist recht zügig unterwegs und deutlich schneller als jedes Atom-basierende Netbook. Das Display ist auch als durchaus vernünftig zu bezeichnen, gleiches gilt für die restliche qualitative Anmutung des Geräts. Insgesamt für rund 330,- € ein wirklich schönes Gerät.
Unter Ubuntu 10.10 haben sich aber zwei Probleme ergeben:
Als erstes benötigen wir den passenden Treiber. Leider scheint es für diesen noch kein Paket in den Ubuntu-Repositorys zu geben. Lässt man mittels des Befehls lspci alle PCI-Geräte in dem Notebook auswerfen, stösst man auf ein Gerät RTL8176, es handelt sich also um einen RealTek-Chip. Nur scheint es keine Treiber direkt für diesen Chip zu geben. Welcher Treiber aber funktioniert ist der für den RTL8192CE. Diesen wiederum bietet RealTek auf seiner Homepage auch für Linux zum Download an.
UPDATE
Es gibt scheinbar mittlerweile einen vorkompilierten Treiber, den man mittels eines PPA auf einfache Art und Weise installieren kann. Quelle: https://answers.launchpad.net/ubuntu/+source/gnome-nettool/+question/132667
Gebt dazu einfach folgendes in eure Terminal ein:
sudo add-apt-repository ppa:lexical/hwe-wireless
sudo aptitude update
sudo aptitude install rtl8192ce-dkms
Ladet nun mittels wget den Treiber herunter. Im Terminal ist folgendes einzugeben:
wget ftp://WebUser:2mG8dBW@207.232.93.28/cn/wlan/rtl8192ce_linux_2.6.0005.1116.2010.tar.gz
Entpackt dann den Treiber:
tar xvfz rtl8192ce_linux_2.6.0005.1116.2010.tar.gz
Sofern noch nicht geschehen, sollte jetzt das Ubuntu-Paket build-essential installiert werden.
sudo apt-get install build-essential
Jetzt muss der Treiber noch mittels
cd rtl8192ce_linux_2.6.0005.1116.2010/; sudo -s; make; make install
installiert werden. Nach einem Neustart sollte der WLAN-Chip aktiv und funktionstüchtig sein. Wenn nicht, hinterlasst bitte einen Kommentar.
Sieht wirklich nützlich aus. Wer die App noch nicht kennt, sollte sie sich schnellstmöglich runter laden und seinen Mac damit füttern.
<p>Kaleidoscope Changeset Interface from Sofa on Vimeo.</p>
Windows 7 ist nun nicht erst seit gestern auf dem Markt und trotzdem, wenn ich mir die Benutzer des Systems anschaue, behandeln sie es zumeist wie ein Windows XP oder 2000. Viele stellen gleich als erstes die Aero-Oberfläche ab (häufig mit der ziemlich fragwürdigen Begründung, sie sei zu bunt), wollen diese „furchtbare neue Taskleiste“ ausschalten und versuchen, ihr Startmenü wieder einspaltig zu bekommen. Es grenzt schon fast an Ironie, wie die Kunden Microsofts sämtliche Bemühungen das System benutzerfreundlicher zu machen torpedieren, indem sie alles deaktivieren, was man nur deaktivieren kann. Linux-Benutzern wird ja häufig vorgeworfen, sie seien Frickler. Aus meiner Sicht trifft das eher auf den „fortgeschrittenen“ Windows-Nutzer zu. Diese biegen sich nämlich alles so zurecht, wie sie es vor 15 Jahren vorgefunden haben.
Was mir nach der ersten Installation eines Windows 7 positiv auffiel war, neben der im Vergleich zu Vista deutlich erhöhten Arbeitsgeschwindigkeit, die neue Taskleiste. Das zugrundeliegende Konzept, jede Anwendung bekommt genau ein Icon, kennt man schon länger, nämlich aus der Apple-Welt, aber Microsoft hat hier noch einen Schritt weiter gedacht: hovert man das Icon, sieht man eine Miniaturansicht sämtlicher Fenster, die zu dem Icon gehören. Vorbei sind die Zeiten, in denen man dank der Taskleiste nicht sinnvoll mit mehr als 10 Fenstern hat arbeiten können. Aber was passiert? Die alteingesessenen Windows-Nutzer beschweren sich, weil sich etas geändert hat. Ich, als Unbeteiligter, freue mich, dass sich endlich mal was tut. Aber selbst die Nutzer, die sich nicht beschweren, ziehen keinen Nutzen aus dieser tollen Neuerung, sie arbeiten weiter wie gehabt. Aber woran liegt’s? Vermutlich daran, dass Microsoft niemanden auf die Möglichkeiten aufmerksam macht, die sich durch diese neue Taskleiste bieten. Welche das sein sollen?
1. Entlastung des Desktops
1.1 Und da soll man noch was finden?
Viele Windows-Nutzer legen (aus Bequemlichkeit?) einfach alles auf dem Desktop ab, was ihnen gerade so über den Weg läuft: Downloads, neu erstellte Dokumente, von Programminstallationen angelegte Verknüpfungen, temporäre Dateien und so weiter. Bei sehr vielen Anwendern ist wirklich kaum oder gar kein freier Platz mehr auf dem Desktop auszumachen. Ähnlich wie bei einem realen Schreibtisch, dessen Metapher der virtuelle Desktop ja nun mal sein soll, findet man aber ob der vielen Symbole rein gar nichts mehr wieder. Fordert man solche Benutzer aber zum Aufräumen auf, sind sie steif und fest der Meinung, das alles noch zu brauchen. Und natürlich genau dort, auf dem Desktop, weil man es da ja am schnellsten wieder findet. Was natürlich nicht der Fall ist, aber wenn man sich das erst mal in den Kopf gesetzt hat… Der Desktop wird bei den meisten Windows-Nutzern nach dem Start der ersten Anwendung vollständig überdeckt. Um jetzt an dessen Inhalt zu kommen, muss man also erst mal auf irgendeine Art und Weise für eine Minimierung der Fenster sorgen. Das kostet Zeit und Mühe. Sind alle Fenster minimiert, geht das große Gesuche los. Ist es eines der wenigen Symbole, das man wirklich ständig benötigt, geht das natürlich schnell, ansonsten braucht es eben eine Weile.
1.2 Der Schnellstartbereich ist obsolet
Aufgrund der Tatsache, dass jedes Programm ohnehin genau einen Platzhalter in der Taskleiste nach dem Start belegt, braucht die Schnellstartleiste mittlerweile wirklich kein Mensch mehr. Denn auch hier habe ich Auswüchse gesehen, die mir meine Nackenhaare haben zu Berge stehen lassen. 20 und mehr Icons in der Schnellstartleiste bei einer Symbolgröße von 16x16(?) sind wohl reichlich nutzlos. Auch hier wird man einige wenige Icons sofort zuordnen können, bei allen weiteren muss wieder gesucht werden. Der Zeitvorteil ist dahin. Aber man braucht all diese Symbole ja ständig…
1.3 Mit der Maus starten ist out
Und mittlerweile auch vollständig überflüssig. Unter Windows 7 ist der Desktop optimalerweise vollständig leer, bis eben auf den Papierkorb und die Objekte, mit denen man gerade brandaktuell arbeitet. Programme werden nicht über Verknüpfungen auf dem Desktop gestartet, sondern über den Suchbereich im Startmenü oder aber eben über Symbole in der Taskleiste, die ohnehin nach dem Programmstart auftauchen würden. Das halbe Dutzend bis Dutzend Programme, welches man am häufigsten verwendet, kann man mit einem Rechtsklick gefolgt von „An Taskleiste anheften“ dauerhaft in die Taskleiste verfrachten, wo man es dann sofort starten kann, auch wenn schon 20 weitere Fenster offen sind und den Blick auf den Desktop versperren. Sollte man nun spontan ein Programm starten müssen, das sich nicht in der Taskleiste befindet, genügt ein Druck auf die Windows-Taste und der folgenden Eingabe der Anfangsbuchstaben des gesuchten Objekts. Gerade beim durchschnittlichen Benutzer befinden sich nicht so viele Objekte auf der Festplatte, dass vermutlich schon der erste Treffer, korrekte Eingabe des Suchbegriffs vorausgesetzt, zum Erfolg führt. Ein Druck auf die Entertaste, schon wird das Programm gestartet bzw. die Datei geladen.
Die neue Taskleiste ist ja nicht das einzig neue Feature von Windows 7, deswegen sollte auch über die folgenden Themen mal nachgedacht werden:
2. „Natürlichifizierung“ des Systems
Durch die sanft ein- und ausblendenden Fenster gewinnt das gesamte System einen deutlich „natürlicheren“ Eindruck. Wir kennen solche Ansätze auch aus anderen Industriezweigen. Die Autoindustrie beispielsweise verbaut solche Techniken in Innenraumbeleuchtungen. In aktuellen Fahrzeugen ist diese nicht plötzlich an und wieder aus, sondern wird langsam heller bzw. dunkler. Auch der Energiesparmodus meines iMacs schaltet das Display nicht schlagartig dunkel, sondern verdunkelt es vorher langsam. Die Sonne ist ja auch nicht plötzlich da und weg. Genug der Beispiele, die Pointe sollte klar geworden sein.
Auch die teiltransparenten Titelleisten der Fenster tragen ihren Teil dazu bei, da durch diese der Unterschied zwischen aktiven und inaktiven Fenstern deutlich verstärkt wird. Dies wiederum führt zu einer größeren Übersichtlichkeit. Von den Fensterschatten ganz zu schweigen, diese kann ich gar nicht mehr wegdenken, sie erhöhen massiv die Plastizität der Systemoptik. In anderen Bereichen will auch niemand mehr flache, 2D-artige Objekte haben.
Die Welt ist nun mal dreidimensional, wieso sollten Betriebssystemoberflächen nicht auch etwas mehr in Richtung Dreidimensionalität weiterentwickelt werden?
3. Bessere Nutzung von Ressourcen
Ja, so paradox es klingt, ohne Benchmarks angestellt zu haben, habe ich das Gefühl, dass die Aktivierung der Aero-Oberfläche einen Geschwindigkeitszuwachs bringt. Das wäre auch naheliegend, immerhin sollte nach der Aktivierung der 3D-Chip die Zeichnung der Fenster übernehmen und nicht mehr die CPU. Der Prozessor und auch der Arbeitsspeicher sollten durch die Aktivierung von Aero also entlastet werden. Tatsächlich kommt mir Windows 7 ab einem bestimmten Leistungsniveau auf gleicher Hardware schneller vor als Windows XP.
4. Verbessertes Fenster-Handling
Microsoft hat Windows 7 außerdem eine sehr praktische Feature-Gruppe zum verbesserten Handling von Fenstern spendiert. Zieht man nämlich ein beliebiges Fenster gegen den oberen Bildschirmrand, minimiert sich dieses. Löst man es wieder vom Bildschirmrand, nimmt es seine ursprüngliche Größe an. Gleiches gilt, wenn man ein Fenster gegen den linken respektive rechten Bildschirmrand zieht. Nur wird das Fenster so nicht maximiert, sondern in der horizontalen geteilt, nimmt also genau die halbe Bildschirmbreite ein. Zu guter letzt gibt es noch das Schütteln, mit dem der Benutzer dafür sorgt, dass alle Fenster außer dem geschüttelten minimiert werden. Ein erneutes Schütteln stellt alle Fenster wieder her.
Vielleicht liest diesen Artikel ja der eine oder andere Windows-7-Benutzer und überdenkt seine Arbeitsweise anhand der Denkanstösse noch mal. Windows 7 macht das Arbeiten deutlich effizienter, wenn man es denn nur zulässt.
Das Ganze klingt zwar nach bösem Voodoo, funktioniert aber tatsächlich: Kernel SamePage Merging. Möglich ist das seit Kernel 2.6.32 und funktioniert, vereinfacht dargestellt, so, dass der Kernel versucht, identische Speicherinhalte zu identifizieren und diese quasi intern zu verlinken.
In der Praxis setze ich das auf einem von mir verwalteten Cluster mit 14 Knoten ein, der mit der auf Virtualisierung und Clustering spezialisierten Linux-Distribution Proxmox läuft. Proxmox vereint KVM und containerbasierte Virtualisierung unter einem Dach, indem auf der einen Seite ein angepasster Linux-Kernel für die paravirt-ops-Schnittstelle eingesetzt und auf der anderen Seite OpenVZ für die containerbasierte Virtualisierung verwendet wird. Der letzte Artikel hier handelt von diesem Thema. Proxmox wird direkt auf jedem der Knoten installiert und danach über eine recht komfortable und moderne Weboberfläche administriert.
Zurück zum Thema, KSM. Ich habe einen entsprechenden Kernel auf einem der Knoten installiert und betreibe auf diesem drei KVM-Maschinen mit Windows Server 2008 R2. Alle drei Maschinen haben 4 GB RAM zugewiesen bekommen, sollten also 12 GB RAM benötigen. Jetzt kommt der Knackpunkt: jeder dieser Knoten verfügt nur über 8 GB physikalischen Speicher. Rein rechnerisch klappt das also nicht, der Knoten müsste anfangen zu swappen. In der grafischen Übersicht des Knotens zeigt Proxmox eine RAM-Auslastung von theoretischen 10 GB an, tatsächlich werden aber nur ungefähr 3,75 GB verwendet, über die Hälfte des verbauten RAMs ist also noch frei. Da die Basis aller drei Installation identisch ist, kann der nun theoretisch drei Mal belegte Speicher zu einem Bereich zusammengefasst und somit zu 2/3 eingespart werden.
Das Verfahren hat natürlich nicht nur Vorteile: die aufwändigere Speicherverwaltung kostet CPU-Zeit. Wenn aber zu erwarten ist, dass die installierten VMs hauptsächlich viel RAM aber wenig Rechenleistung benötigen, spielt das eine eher untergeordnete Rolle. In meinem Falle kommt pro Knoten ein Intel Core2Quad Q9550 zum Einsatz. CPU-Leistung ist also ausreichend da.
RedHat hat es geschafft, auf einer Testmaschine mit 16 GB RAM 52 (!) VMs mit Windows XP parallel zu betreiben, jeder Maschine war 1 GB virtuelles RAM zugeordnet worden. Noch mal in Zahlen: theoretisch belegt worden wären 52 GB, praktisch genutzt aber nur 16 GB.
Aus den geplanten zwei Stunden sind beinahe vier Stunden geworden, in denen keiner der Dienste auf unserem Server erreichbar gewesen ist.
Der Grund hierfür war eine vollständige Umstellung der Virtualisierungsplattform. Bisher kam auf der Maschine der VMware Server zum Einsatz, der sich auf Dauer leider als Ressourcenverschwender herausgestellt hat. Obwohl ich zwischenzeitlich schon auf zwei virtuelle Maschinen reduziert hatte und in diesen virtuellen Maschinen verhältnismäßig wenige Dienste laufen, war der Server häufig unter Volllast, Logins auf den Maschinen haben viel zu lange gedauert, manchmal reagierten die virtuellen Maschinen kaum noch. Es wurde also dringend Zeit nach einer Alternative Ausschau zu halten.
Durch meine Arbeit an der Ostfalia Hochschule bin ich auf die Virtualisierungslösung OpenVZ gestossen. OpenVZ ist kein Vollvirtualisierer wie es VMware Server, Parallels oder VirtualBox sind, sondern eine containerbasierte Virtualisierungslösung. Dank dieser anderen Herangehensweise, die einem chroot-Verfahren ziemlich ähnelt, ist der Ressourcenbedarf bei ähnlichen Betriebssystemen ziemlich gering. Als Nachteil erkauft man sich die fehlende Möglichkeit, Fremdsysteme, wie bspw. Windows, auf einem Linux-Server zu installieren. OpenVZ eignet sich also nur dann, wenn ohnehin nur Linux-Varianten zum Einsatz kommen sollen. Da dies in meinem Falle zutrifft, habe ich aber die perfekte Lösung für meine Zwecke gefunden. Wer neben Linuxen noch Windows-Installationen benötigt, sollte einen Blick auf Proxmox Virtual Environment werfen, ein Produkt aus deutschen Landen, welches OpenVZ und eine KVM-Virtualisierung mit libvirt unter einen Hut bringt und das ganze System sogar recht komfortabel über eine webbasierte Konfigurationsoberfläche administrieren lässt. Diese Lösung existiert sowohl als freie als auch als kommerzielle Variante.
Zurück zu OpenVZ. Um OpenVZ zu installieren braucht es nicht sonderlich viel Fachwissen. Auf einem Debian-Etch-basierenden Host genügt es, den passenden OpenVZ-Kernel einzuspielen. Die Kontrollwerkzeuge werden durch entsprechende Abhängigkeiten automatisch installiert. Der Installationsprozess sollte auch dafür sorgen, dass der Kernel beim nächsten Start des Host-Systems automatisch geladen wird.
Das grundlegende Setup ist damit auch schon abgeschlossen. Eine virtuelle Maschine anzulegen ist ziemlich simpel:
vzctl create VM_ID --ostemplate TEMPLATE_NAME --ipadd IPADRESSE --hostname HOSTNAME (-- config CONFIG_NAME)
erzeugt eine neue VM mit der ID VM_ID (ein reiner Zahlenwert), mit dem Betriebssystem aus TEMPLATE_NAME (dazu gleich mehr), mit der IP-adresse IPADRESSE, dem Hostnamen HOSTNAME und optional den Voreinstellungen aus der Datei CONFIG_NAME.
Erklärungsbedürftig sind an dieser Stelle die Werte für die Parameter —ostemplate und —config.
Um ein Betriebssystem in einen OpenVZ-Container zu installieren wird nicht wie man es von einer KVM-Lösung gewöhnt ist mittels eines ISOs das System eingespielt, es wird eine Art Template, also Vorlage verwendet. Diese Templates gibt es zuhauf auf den Unterseiten von OpenVZ, auch die Jungs von Proxmox VE halten einige Templates bereit. Die TAR-GZ-Archive müssen nicht entpackt werden, sie werden einfach in das Template-Verzeichnis von OpenVZ gespeichert und stehen dann dort über den oben genannten Parameter zur Verfügung. Zu beachten ist eigentlich nur, dass der Templatename ohne .tar.gz zu schreiben ist. Auf meinem Debian-Host ist es der Pfad
/var/lib/vz/template/cache
Der Parameter —config dient der Verwendung einer Standardvorlage für einen neuen Container. Da die Konfigurationsdateien von OpenVZ recht schwer verständlich sind, bietet sich das Tool
vzsplit
an. Nach dem Aufruf des Tools wird man nach der Anzahl der auf dem Server gewünschten VMs gefragt. Diese Ausgabe kopiert man dann einfach in eine Datei, welche wiederum im Verzeichnis
/etc/vz/conf
gespeichert wird. Der Dateiname muss mit ve beginnen und mit .conf-sample enden, damit er als Vorlage dienen darf. Die Zeichen zwischen diesen Zeichen wiederum werden dem Parameter —config übergeben. Heißt die Datei also ve-16ve.conf-sample muss der Schalter —config 16ve heißen. Am Ende eines solchen Templates ist das Einfügen einer Zeile mit dem Inhalt ONBOOT=“yes” empfehlenswert, damit die VM beim Neustart des Hosts gleich mit gestartet wird.
Nach der in wenigen Sekunden erledigten Erstellung eines neuen Containers müssen noch einige Grundeinstellungen gesetzt werden:
vzctl set VM_ID --nameserver NAMESERVER_IP --userpasswd root:ROOTPW --diskspace nG:mG --save
Der Parameter —diskspace wird mit einem Soft- und einem Hard-Limit angegeben. n und m sind jeweils durch Zahlenwerte zu ersetzen, die auch physikalisch auf der Festplatte des Hosts stattfinden.
Mit einem beherzten
vzctl start VM_ID
sollte die neu angelegte VM starten und ein paar Meldungen auf dem Bildschirm ausgeben. Mit
vzctl enter VM_ID
meldet man sich direkt in der VM an und kann auch ohne funktionierendes Netzwerk oder SSH in der Maschine arbeiten. Als allererstes sollte man, unabhängig vom verwendeten Template alle Paketlisten und Pakete aktualisieren. Danach kann man wie gewohnt arbeiten, Pakete installieren, etc. Soll die VM angehalten werden, wird auf dem Host der Befehl
vzctl stop VM_ID
aufgerufen. Die VM wird nun sauber heruntergefahren.
Wie mein Freund und Kollege Arne herausgefunden hat, muss man Ubuntu 10.04.1 nach einem Systemupdate noch Manieren beibringen, da sonst das Netzwerk nicht funktioniert. Damit Ubuntu im Container wieder kommunizieren kann, muss folgende Datei samt Inhalt angelegt werden:
/etc/init/openvz.conf # OpenVZ - Fix init sequence to have OpenVZ working with upstart description "OpenVZ" start on startup task pre-start script # mount -t devpts devpts /dev/pts # mount -t tmpfs varrun /var/run # mount -t tmpfs varlock /var/lock mkdir -p /var/run/network # if [ ! -e /etc/mtab ]; then # cat /proc/mounts > /etc/mtab # fi # touch /var/run/utmp # chmod 664 /var/run/utmp # chown root.utmp /var/run/utmp # if [ "$(find /etc/network/ -name upstart -type f)" ]; then # chmod -x /etc/network/*/upstart || true # fi end script script start networking # initctl emit filesystem --no-wait # initctl emit local-filesystems --no-wait # initctl emit virtual-filesystems --no-wait # init 2 end script
Nach einem Neustart der VM sollte das Netzwerk wieder funktionieren.
Aufgefallen ist mir auch, dass in vielen Templates als Zeitzone Moskau gesetzt ist, was natürlich auch entsprechend des Standorts eures Servers geändert werden sollte.
OpenVZ ist eine unheimlich flexible Lösung, wenn nur Linux-OSe eingesetzt werden sollen. Das Anlegen einer neuen VM ist in wenigen Sekunden geschehen, der Start einer solchen dauert nicht länger. Ein Freund verriet mir, dass auf großen Servern, die im professionellen Webhosting eingesetzt werden, durchaus bis zu 200 solcher virtuellen Container untergebracht werden könne, ohne Performanceeinbußen festzustellen. Aber auch für kleine Unternehmen bietet sich eine solche Lösung an. Mein Server steht im Übrigen bei Hetzner und stemmt jetzt immerhin vier virtuelle Maschinen, in denen schon ein wenig Leben herrscht.
Ubuntu 10.10, Codename Maverick Meerkat, ist heute veröffentlicht worden.
Am 10.10.10 kam Version 10.10 heraus. Na wenn das mal kein gutes Omen ist.
Nachfolgend meine Mirror-Links, um etwas Last von den anderen Servern zu nehmen, bedient euch:
ubuntu-10.10-alternate-amd64.iso
ubuntu-10.10-alternate-i386.iso
ubuntu-10.10-desktop-amd64.iso
Wie ich schon an dieser Stelle vor einigen Wochen berichtete, bin ich vom neuen Ubuntu wirklich begeistert. Insbesondere die clevere Installationsroutine hat es mir angetan, die schon während des Einrichtungsprozesses beginnt, die Daten zu kopieren. Optisch macht die neue Version auch mehr her als ihr Vorgänger. Also, schmeisst euren Virtualisierer oder am Besten gleich euren PC an und ersetzt Windows mit diesem schicken, schnellen System.
Letzte Woche Donnerstag war es so weit, ein neuer iMac kam ins Haus. Sein Vorgänger war nun fast drei Jahre im Einsatz und genügte trotz erst kürzlich erfolgtem Austausch der Festplatte meinen Ansprüchen einfach nicht mehr. Insbesondere die Verarbeitung meiner zahlreichen Fotos im RAW-Format überforderten die Maschine leider doch, obwohl immerhin ein Core2Duo 2,4 GHz, 4 GB RAM und eine aktuelle Platte mit 1 TB im Gerät steckten.
Da ich generell kein Freund davon bin, immer das größte und neueste haben zu müssen, habe ich mich für die Standardausstattung des kleinen 27"-Modells entschieden: Intel Core i3 3,2 GHz, ATI Radeon HD 5670. Die Aufrüstung auf 8 GB RAM habe ich dann noch händisch vorgenommen.
Und gleich vorweg: das Display ist der Wahnsinn. Die Auflösung von 2.560x1.440 Pixel ist echt der Kracher. Wenn ich zwischendurch mal ein Fenster von diesem Bildschirm auf mein 23" Cinema HD ziehe, wirkt es auf einmal gigantisch und niedrigaufgelöst. Das 23"-Panel hat aber eine Auflösung von 1.920x1.080, also immerhin Full HD.
Das, was mir am meisten am Herzen lag, die Arbeit mit Aperture und meinen RAW-Daten, läuft nun einwandfrei, superflüssig und schnell. Mein alter iMac ist gerade beim Import und dem abschliessenden Bearbeiten der Daten ganz schön in die Knie gegangen, ein vernünftiges Arbeiten war kaum noch möglich. Jetzt nicht mehr, ich habe immer mindestens noch 1 GB RAM frei, die CPU-Auslastung hält sich stark in Grenzen. Und endlich habe ich genug Platz, um meine Einstellungspaletten unterzubringen. Aperture scheint geradezu nach dieser Auflösung zu schreien, Full HD reicht in meinen Augen einfach nicht.
Kurzum: das Gerät ist der Hammer. Ich bin mittlerweile recht froh, dass ich die Upgrades auf i7 und schnellere Grafik nicht mitgenommen hab, ich brauche die Leistung (noch) nicht. Und die nächste Iteration des iMac wird sicherlich wieder die eine oder andere tolle Überraschung mitbringen. Auch an die verkürzte Bluetooth-Tastatur habe ich mich so langsam gewöhnt, obwohl ich mir immer noch nicht sicher bin, ob ich mir nicht doch lieber wieder eine mit Zahlenblock holen sollte.
Absolute Kaufempfehlung für diese Maschine, es macht einfach nur Spaß, mit der Kiste zu arbeiten.
In etwas über zwei Wochen, am 10.10., wird es so weit sein, die finale Version von Ubuntu 10.10, Codename Maverick Meerkat, wird das Licht der Welt erblicken.
Ich habe mir die aktuelle Beta-Version vom 2. September mal angeschaut.
Aufgefallen ist mir gleich der neue Installer. Dieser agiert recht clever, da er noch beim Abfragen der Benutzerdaten im Hintergrund mit der Installation beginnt und damit weniger Zeit verschwendet. Außerdem fragt einen der Assistent gleich während der Installation, ob man nicht-freie Software zur Unterstützung für Formate wie MP3 oder nicht-freie WLAN-Treiber hinzufügen möchte. Bisher musste man dies per Hand machen, gerade für Einsteiger eine unnehmbare Hürde. Der Rest des Installers ähnelt bis auf optische Änderungen dem der vorherigen LTS-Version 10.04.
Nach der fertigen Installation fallen nur Detailänderungen gegenüber dem Vorgänger auf. Die drei Symbole für das Minimieren, Maximieren und Schliessen der Fenster befinden sich weiterhin oben links (wie bei Mac OS), wurden aber mit schöneren Symbolen versehen. Anstelle von F-Spot wird jetzt Shotwell als Fotoverwaltungstool eingesetzt. Weitere Neuerungen in der Softwareausstattung sind mir bisher nicht aufgefallen.
In ca. einer Woche wird es den Release Candidate geben, dieser ist für den 30. September vorgesehen. Revolutionäres scheint von dieser Version nicht zu erwarten zu sein, aber der neue Installer gefällt mir und die kleinen optischen Modifikationen wie die neuen Titelleistensymbole gefallen mir schon mal. Warten wir also gemeinsam auf den 10.10.
Sowohl dieses als auch mein privates Blog liegen beim Blog-Anbieter Posterous. Posterous ist toll, weil es sehr unkompliziert ist, Beiträge samt Medien zu posten.
Wie auch immer, in der vergangenen Nacht kam es gegen 22:30 Uhr deutscher Ortszeit zu einem massiven DoS-Angriff auf Posterous. Heute morgen um 6 Uhr erhielt ich eine E-Mail vom Posterous-Team, in der der Vorfall erläutert wurde. Die Datenflut ist bis dahin noch immer nicht abgerissen, deswegen haben die Jungs einen neuen Server mit einer neuen IP-Adresse zur Verfügung gestellt. Vor ca. 30 Minuten habe ich die DNS-Einträge entsprechend auf die IP-Adresse 209.20.70.130 abgeändert, was allen Leuten, die eine Custom-Domain mit ihrem Posterous-Blog verwenden nun bevorsteht.
Also, entschuldigt bitte die Auszeit, so was passiert leider.
It was about one year ago that we switched to Git. Previously, we used Subversion, through the Mac app Versions, which (rightly) holds an Apple Design Award.
I made the executive decision to leave our comfy world of Versions because it seemed clear that Git was winning the Internet. There was much grumbling from my teammates, who were busy enough doing actual work thank you very much.
But I pressed forward. We signed up for accounts on Github. We learned how to type
'git push'and'git pull'. We became more confident. Git is just like any other source control system! But it wasn’t long before one of our devs called me over to look at a…situation.
Edit: Some people are saying they are not seeing the plist. It might be worth noting that the /Users/your_username/Library (~/Library) folder is hidden by default in Lion. To unhide it, open Terminal.app and issue the command chflags nohidden ~/Library/ Not sure if that will help people find the…
Frauen verlieben sich in das, was sie hören. Männer in das, was sie sehen. Deswegen benutzen manche Frauen Makeup. Und manche Männer lügen.
Hätte die Kirche in ihrer Vergangenheit nicht so manchen Mathematiker öffentlich bis zur Letalität erhitzt…